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Düsenjäger kurz vor der Schallmauer Samsung Jet

Spezialanwendungen / Java / Navigation

Tetris | Foto: Areamobile.de

Motion-Gate Tutorial | Foto: Areamobile.de

800 Megahertz Prozessorleistung versprechen ordentliche Spiele-Performance, tatsächlich hält das Jet dieses Versprechen, zumindest teilweise. In Jbenchmark2 kommt es nämlich auf sehr ordentliche 772 Punkte und reiht sich damit im oberen Drittel der Handys mit schneller Java-Leistung ein. Bei 3D-Spielen sieht das allerdings schon wieder etwas anders aus, in Jbenchmark3D schafft das Jet nur enttäuschende 12-15 Frames pro Sekunde; zu wenig für ruckelfreie 3D-Games.

Das merkt man auch schon beim einzigen Vollversion-Spiel. Bei Rollercoaster3D übernimmt man die Rolle eines Achterbahn-Bremsers. Durch Neigung des Handys nach links oder rechts bremst oder beschleunigt man einen Rollercoaster-Wagen per Lagesensor und sammelt mit möglichst rasanter Fahrt Punkte. Das klappt annähernd ruckelfrei, aber eben nicht ganz. Dabei ist die Grafik nicht einmal sonderlich anspruchsvoll. Vier weitere Testversionen von Spielen haben es ebenfalls in den Handyspeicher geschafft, die man direkt vom Handy aus kaufen kann, darunter der Klassiker Tetris.

Zusätzlich gibt es kleine Extrahelfer, sinnvoll sind die aber nicht alle. Wie schon beim Pixon kann man per Lagesensor Würfe mit zwei sechsseitigen Würfeln simuliert. Außerdem gibt es wieder die LivePix-Anwendung. Sie erlaubt es, Fotos nachträglich zu beschriften und zeichnerisch zu verändern oder gleich ganz selbst drauf los zu zeichnen. Per Video-Editor kann man selbst gedrehte Filme schneiden, die Weltuhr behält stets den Überblick über die unterschiedlichen Zeitzonen. Weitere Helfer sind Stoppuhr, Rechner, Timer und die Sprachmemo-Funktion sowie der RSS-Reader. Auch wenn Google inzwischen sein eigenes mobiles Betriebssystem hat, ist der Megakonzern trotzdem auch weiterhin auf anderen Handys zu finden; so auch auf dem Samsung Jet. Dort hat man die Wahl zwischen Google Suche, Mail und Maps.

Einen neuen Ansatz verfolgt Samsung bei der Navigationslösung. Der Hersteller bietet zwei Varianten des Jet an, eine mit Route66 und eine ohne. Preislich unterscheiden sich beide Versionen um etwa 50 Euro. Auf der teureren Variante ist die Software auf einer beiliegenden Speicherkarte gleich vorinstalliert, eine Lizenz für zwei Jahre liegt dem Lieferumfang ebenfalls bei. In der günstigeren Version fehlen sowohl Speicherkarte als auch Software. Will man Route66 nachträglich installieren, muss man nach dem Kauf der Navigations-Software in den Optionen des Handys den Menüpunkt Navigation extra aktivieren und eine Speicherkarte einlegen. Erst dann kann navigiert werden.

Menüführung / Bediencharakteristika

Menü | Foto: Areamobile.de

Startbildschirm | Foto: Areamobile.de

3D-Cube-Menü | Foto: Areamobile.de

Hübscher Taskmanager | Foto: Areamobile.de

Schnell wie der Wind soll das neue Samsung Jet sein, der koreanische Hersteller benutzte sogar den Begriff des iPhone-Killers und verspricht, dass Handy sei „smarter als ein Smartphone“.

Große Worte, denen Samsung aber auch Taten folgen lässt. Trotz proprietärem Betriebssystem ist das Jet Multitasking-fähig, kann also mehrere Programme gleichzeitig öffnen und wird dabei auch nicht spürbar langsamer. Zwischen denen wechselt man im Taskmanager mit dem Finger hin und her. Er ist durch längeres drücken der Menütaste unter dem Display erreichbar und zeigt karusselartig angeordnete Screenschots der aktiven Programme. Oft brauchen wird man ihn aber vermutlich beim Jet nicht.

Außerdem hat Samsung das Hauptmenü völlig neu gestaltet, und zwar nach dem Vorbild von Apple. Aus einer Display-Seite Hauptmenü macht Samsung beim S8000 jetzt drei Seiten, die man mit dem Finger flüssig durchblättern kann. Dort findet man bis auf wenige Ausnahmen keine Über-Kategorien wie "Programme", sondern alles einzeln. Wer also den Taschenrechner sucht, muss sich nicht mehr durch mehrere Untermenüs kämpfen, sondern findet ihn direkt auf einer der drei Menü-Seiten. Frei anordnen wie beim iPhone darf man die Icons allerdings nicht. Dafür wird das Menü des Jet auch nicht so unübersichtlich werden, wie das des iPhone, wenn man viele Extra-Programme installiert hat. Schließlich gibt es für das Jet außer weiteren Widgets kaum Gimmicks.

Dafür gibt es wieder den Startbildschirm mit einer großen Zahl vorinstallierter Widgets. Genau genommen gibt es drei Startbildschirme, die man wie bei Android durchblättern kann. Auf jedem lassen sich unterschiedliche Widgets platzieren, so hat man endlich für mehr als zwei oder drei Miniprogramme Platz. Zu den neuen Widgets 2.0 zählen jetzt auch Online-Verknüpfungen, die sich auf Wunsch mit dem Internet verbinden und aktuell bleiben. So gelangt man etwa an aktuelle Wetterinformationen oder bleibt darüber im Bilde, was gerade auf Flickr passiert.

Außerdem gibt Samsung auch etwas an. Anders sind die Funktionen Motion Gate, das Cube-Menü und Smart Touch kaum zu erklären. Sie zeigen, was theoretisch bei der Bedienung möglich ist und was das Jet leisten kann, richtig praxistauglich sind die Anwendungen aber nicht.

Das dreidimensionale Cube-Menü erreicht man, indem man die Verlängerung der Kamerataste drückt; eine nicht ganz gelungene Installation. Dann springt ein sechsseitiger Würfel ins Bild, dessen Seiten je eine Anwendung wie Browser, Videoplayer und Musikplayer symbolisiert. Das erinnert stark an das S-Class-UI von LG, das mit dem Arena eingeführt wurde. Mit dem Finger kann man den Cube auf dem S8000 absolut ruckelfrei in alle Richtungen drehen, ein Fingertipp auf eine der Seiten startet die Anwendung. Das sieht bombastisch aus, ist aber nicht unbedingt praktisch. Samsung hat das offenbar auch erkannt und platziert daher eine schmale Symbolleiste am unteren Display-Rand, über die man schneller zum Ziel gelangt.

Beinahe noch cooler, aber noch weniger alltagstauglich ist die Motion Gate-Funktion. Hält man die Cube-Taste länger gedrückt, kann man sich durch Bewegung des Handys nach links oder rechts für eine zuvor zugewiesene Anwendung entscheiden, die so gestartet wird. Die Kamera knipst dann automatisch mit drei Sekunden Verzögerung ein Foto, wenn man doppelt vor die Stirnseite des Jet klopft, im Musik-Player wechselt man durch schnelle Kippbewegungen zum nächsten Lied. Die verschiedenen Möglichkeiten erklärt Samsung in einem Tutorial.

Ebenfalls theoretisch absolut spitze ist die Smart Touch-Funktion, bei der normalen Handynutzung wird sie aber wohl kaum häufig zum Einsatz kommen. Sie erlaubt das Aufmalen von Buchstaben mit dem Finger auf das Display, woraufhin das S8000 automatisch ein damit verknüpftes Programm startet. Die Buchstaben lassen sich sogar frei zuweisen, sinnvoll sind aber wohl nur logische Verbindungen wie B für Browser oder P für Player. Das klingt hervorragend, allerdings klappt das ausschließlich, wenn das Display zwar beleuchtet, aber gesperrt ist. Dadurch ist die sinnvolle Nutzung extrem eingeschränkt. Immerhin spart man sich Umwege über Menüs, wenn man das Handy gerade zu Hand genommen hat.

Der Lagesensor scheint es Samsung angetan zu haben, denn beim Jet wird er auch für sinnvolle Funktionen genutzt. Dreht man das Handy etwa beim telefonieren auf die Rückseite, schaltet sich automatisch der Lautsprecher ein. Diese Funktion kennt man in ähnlicher Form schon vom neuen HTC Touch Pro 2. Außerdem verstummt das Klingeln eines eingehenden Anrufes augenblicklich, wenn das Handy aufs Display gedreht wird.

Das Alles leistet das Samsung Jet problemlos und legt dabei nicht einmal große Verschnaufspausen ein. Die Scrollbewegungen sind fast überall rasend schnell und flüssig, das Jet ist so schnell, wie der Name verspricht und das i8910 HD hätte sein müssen. Doch jede Regel hat auch Ausnahmen. Die Coverflow-Ansicht im Musik-Player ist schneckenlahm, die Fotobetrachtung ebenfalls alles andere als schnell.

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Kommentare
  1. 20.11.11 15:00 Anonymous (Gast)
    Handy top seit anfang

    Ich habe das handy seit es aufem markt war, Ich bin mit dem sehr zufrieden er ist schnell und rubust...

    wenn man ordnugsgemäß damit ungeht hält es ewig^^

  2. 16.08.11 16:42 TR3YF1X (Gast)

    Hallo ich hatte dieses "SMART"-phone das letzte halbe Jahr.... Wie schon gesagt, der Klinken-Eingang ist MÜLL!! Auch scheint mir dieses Handy im nachhinein eher sowas wie der Bodybuilder unter den Mobiltelefonen gewesen zu sein. Auf dem Blatt echt überzeugend, aber nach langem Nutzen stellte ich für mich gravierende Mängel fest. Instabile Wlan-Konektivität, langsame Kamera, sehr sehr wenige apps (nur 2-3 wirklich nützliche....), Stumme Lautsprecher bei Telefonanrufen etc., teilweiße sehr sehr träger Menüablauf (also von 8000 mhz ohne Benutzten der "Service-Einstellungen" auf Performance nicht wirklich spührbar.... ), Bluetoothverbindungen viel viel zu kompliziert Einzustellen bzw. zu löschen... , die vordere Kamera (640* 480 px oder so) nur mit Servicecodes nutzbar. Außerdem neigte das Handy dazu sich regelmäßig (mindestens einmal in zwei Wochen) für einen halben Tag zu spinnen. Das heißt, es wurde plötzlich Neugestartet (was meistens über eine Stunde dauerte o.O ). Auch hat mich der Musikplayer nicht sehr überzeugen können, da er sich schlicht und ergreifend weigerte bestimmte Albencover anzuzeigen, zwischen Titelwechseln ruckelte etc.
    Dieses Telefon hat mich leider zu sehr enttäuscht und werde es nur Personen mit einem Modefimmel, die ihr Handy nur zum Sms schreiben benutzen empfehlen (was übrigens außerordentlich gut funktionierte)
    Positives an dem Samsung S8000 ist das Display, oder besser gesagt, die Farbqualität, welche wohl manchen Fernseher (in der Preisklasse bis 500€) zu übertreffen vermag. Leider sind hier dafür die Touch-Eigenschaften enttäuschend, außer der Nutzer verfügt über lange Daumennägel. Der Klang des Telefon mit mitgeliefertem Headset war, als die Klinkenbuchse noch intakt war, überragend für ein Telefon. SRS-Zertifikat mit einem eigenen Equalizer-Preset.
    Ein weiteres nettes Gadget war das Fotokontaktbuch, welches aber durch den zu kleinen internen Speicher stark eingeschränkt wurde (warum das Samsung, bei einem Performance Handy :( )
    Außerdem scheint der Arbeitsspeicher des S8000 viel zu gering auszufallen, was Multitasking, oder das laden mehrerer Internetseiten behinderte.
    Meiner Meinung nach könnte dieses Telefon viel viel mehr, hätte es ein anderes Betriebssystem (kein Touchwiz 2.0) und einen größeren internen Speicher (ich meine nicht die 2.0 GB bzw. 8.0 GB die dem Nutzer zu Verfügung stehen, sondern der Speicher auf dem alle Apps, gespeicherte Nachrichten etc. abgelegt werden)

  3. 10.07.11 20:22 Anonymous (Gast)
    hi

    meinär

  4. 08.07.11 01:22 Schwanzus Longus (Gast)

    du bist eine fehlanzeige und ich verrate dir auch wo: hinterm hirn gleich links

  5. 08.07.11 01:14 Anonymous (Gast)

    habe das handy jetz seit knapp 1 1/2 jahren und muss sagen, dass es ein riesiger fehler war dieses scheiß handy gekauft zu haben. die hardware mag auf dem papier wohl ganz gut sein, jedoch ist die umsetztung ein riesiger mist. die software ist unausgereift und der wohl größte mist den samsung seit langem verzapft hat, denn es kann nicht sein dass ein handy mit 800mhz prozessor so langsam ist, ständige abstürze sind an der tagesordnung und softwareupdates.... fehlanzeige ......

  6. 30.06.11 22:50 Anonymous (Gast)

    Bin jetzt wieder nach Nokia umgestiegen....
    Optisch ist das Samsung Handy Topp, ebenfalls leicht zu bedienen. Fotos und Videos sind ebenfalls 1A. Aber....
    nach dreimaligen Einschicken bin ich jetzt wieder nach Nokia umgestiegen..denn :
    1.Die Software ist der reinste Mist.Das Handy stürzt extrem oft und es kann passieren das es nach dem Ausschalten nicht mehr angeht...Pin wird nicht angenommen. Fazit: Alle Daten die auf dem Gerät gespeichert waren sind weg nichts zu machen.
    2.Oft funktioniert das Telefonieren nicht man kann schon wählen jedoch hört man nichts kein Freizeichen nichts..Das gleiche gilt wenn man angerufen wird es klingelt man nimmt ab aber hört wieder einmal Nichts...
    ;-( ....nun ja der Sinn bei einem Telefon ist ja das ich telefonieren möchte....Kommentar des Betreibers die Software wäre noch nicht so ausgereift und es kommen ständig Reperaturaufträge rein....
    Ich kann nur sagen Finger weg ...und wer einmal ein Nokia hatte soll auch besser dabei bleiben!!!

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