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HTC Hero: Der neue Held unter den Androiden

Spezialanwendungen / Java

Genauso wie das iPhone OS kann auch Android mit Java-Programmen nichts anfangen. Kaum jemand dürfte allerdings Java-Software vermissen, denn der Android Market bietet tausende Programme, die überwiegend kostenlos heruntergeladen werden können. Bei einem Großteil erscheint aber der Nutzen zweifelhaft. Weil die Software nicht überprüft wird, erhält nahezu jede Mini-Applikation Zugang zum Android Market.

Die Auswahl der Software ist noch nicht so groß wie in Apples App Store. Außerdem sehen Spiele unter Android nicht so gut aus, wie auf dem iPhone. Aber in naher Zukunft dürfte sich das ändern, Android ist schließlich ein sehr junges Betriebssystem.*

Es gibt derzeit abgesehen von iPhone OS und webOS von Palm kein Betriebssystem, das optimal auf die Fingerbedienung ausgelegt ist. Außer Android. Und daran hat HTC zusätzlich noch einmal Hand angelegt und überarbeitet die Nutzeroberfläche grundlegend. Das Ergebnis heißt Sense und erinnert nicht nur zufällig an die Touchflo3D-Oberfläche, mit der HTC bislang seine Windows Mobile-Handys veredelte. Sense wird Touchflo3D zukünftig nämlich ersetzen, auf dem HTC Hero hat sie ihre Premiere. Sie ist eine nahezu perfekte Symbiose aus der normalen Android-Oberfläche und Touchflo3D und erweitert beide zusätzlich um einige nützliche Aspekte.

Aus den drei Startbildschirmseiten des Google-Betriebssystems macht Sense stolze sieben, die völlig frei mit Verknüfpungen und Widgets belegt werden dürfen. So kann der Nutzer auf Wunsch themenspezifische Bildschirmseiten anlegen: etwa eine für die Wetterapplikation, eine für E-Mails, eine für Kalender und Uhr. Das kommt dann Touchflo3D recht nahe. Dadurch, dass die kleinen, auch aus dem Android Market beziehbaren Widgets überall frei platziert werden dürfen, ist Sense noch einmal deutlich mehr individualisierbar, als Touchflo. Die kleinen Miniprogramme aktualisieren sich automatisch. So zeigt das Player-Widget den aktuellen Titel an und erlaubt das Starten und Stoppen des Songs, das Akku-Widget aus dem Android Market zeigt prozentgenau die verbleibende Kapazität des Akkus.

Individualität ist ohnehin ein wichtiges Stichwort beim HTC Hero: unglaubliche 12 teils sehr unterschiedliche Uhr-Designs bietet der Androide ab Werk, bei der Wetteranzeige sind es immerhin noch drei. Profile gibt es beim Hero natürlich auch. Die heißen Szenen und beeinflussen nicht nur Ruftonlautstärke oder Netzstatus, sondern gleich auch das Design des Startbildschirms mit; inklusive Widgets wohlgemerkt. So lassen sich komplett unterschiedliche Widget-Konstellationen etwa für Freizeit und Arbeit erstellen. Grandios.

Die neue Nutzeroberfläche ist überall logisch und fingerfreundlich konzipiert. Es macht großen Spaß, mit dem Hero herumzuspielen, weil sich jede Funktion mit wenigen Fingertipps auf dem Display erreichen lässt. Das Programm-Menü zieht man mit dem Finger aus dem unteren Rand in das Display, mit einer seitlichen Bewegung oder per Trackball wechselt man zwischen den sieben Startbildschirmen hin und her. Einfacher geht es kaum. Appropos Trackball: Samsung hatte ihn durch einen herkömmlichen Navkey ersetzt, HTC bleibt ihm treu. Er hilft bei punktgenauer Navigation etwa im Browser. Denn wenn man ihn eindrückt, dient er wie bei Blackberrys gleichzeitig als Bestätigungsknopf. Außerdem glimmt er in einigen Anwendungen alle paar Sekunden geheimnisvoll auf. Schick.

Auch an anderer Stelle hat HTC durch kleine Komfortfunktionen an den Nutzer gedacht. So verstummt der Klingelton, sobald man das Hero auf das Display dreht, außerdem ermittelt es automatisch Uhrzeit und Wettervorhersage passend zum Standort des Handys.

Insgesamt ist das Hero immer und überall schnell und reagiert mit wenig Verzögerung. Das dürfte auch an den 288 Megabyte RAM liegen. Damit ist das Handy überhaupt erst in der Lage, die deutlich grafiklastigere Sense-Oberfläche vernünftig darzustellen. Überall klappt das aber nicht ganz flüssig. Bisweilen macht sich bemerkbar, dass nur ein Qualcomm-Prozessor mit einer Taktrate von 528 Megahertz zum Einsatz kommt. Etwas mehr hätte es ruhig noch sein können. Unerträglich wird die Bediengeschwindigkeit des Hero aber zu keinem Zeitpunkt.

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Kommentare
  1. 15.03.10 23:12 Danny
    Ich kämpf noch so mit mir..

    .. ob G1 oder G2.. beide find ich ziemlich nice

  2. 09.03.10 17:07 Anonymous (Gast)
    Ich bin geheilt

    Nach 6 Monaten HTC Hero werde ich mir nun endlich wieder ein zuverlässiges Gerät kaufen. Die Zeit war eine Qual. Viel zu langsam für eine intuitive Bedienung. Die Sync Software hat meinen Rechner, der seit 5 Jahren stabil gelaufen war, so komplett geschafft, dass ich ihn auf eine frühere stabile Version zurücksetzen mußte. Kein Sync, kein Firmware-Upgrade. Kein Firmware-Upgrade, keine Verknüpfung mit Google Konto. Keine Verknüpfung mit Google Konto, kein Appstore. Die Sende- und Empfangsqualität ist unter aller Sau. Wenn man sich viel Zeit nimmt, bekommt man den Haufen Schrott vielleicht irgendwie ans Laufen. Aber die hab ich nicht.

  3. 21.12.09 09:16 ahref2 (Gast)
    hmmm...

    tönt cool, aber wie sieht es mit dem restlichen speed aus?

  4. 09.12.09 02:51 petca (Gast)
    Wirklich kein Java?

    Die in Teil IV getroffene Aussage, dass das Gerät mit Java nichts anfangen kann, ist aus Entwicklersicht ausgesprochen witzig, werden doch alle Programme für Android-Geräte genau in Java geschrieben, siehe http://developer.android.com/guide/tutorials/hello-world.html#ui . Mir ist zwar nicht bekannt, welche klassischen Java-Programme auf dem HTC-Hero fehlen, doch sollte es den Entwicklern nicht allzu schwer fallen, die Programme auf Android zu portieren.

  5. 21.11.09 01:06 Anonymous (Gast)
    schlechte tasten

    Die Tasten sind meiner Meinung nach nicht zu gebrauchen. Ich hab das Handy nun 1 Woche ausprobiert und bin total unzufrieden. Android soll fingerfreundlich sein, ist es ja auch, aber das Handy als solches leider überhaupt nicht. Um zum Homescreen zurückzukommen muß man eine der winzigen, kaum zu ertastenden Tasten drücken. Wo steht das in diesem Test?
    Mein Fazit : Fehlkonstruktion !!!!!!!!!!!!!
    Es sei denn man hat lange Fingernägel.

  6. 15.11.09 16:13 3-S-E (Gast)
    Akku?

    Da lese ich den gesamten Artikel und hoffe auf eine gute Einschätzung der Akkuleistung und dann fehlt der gesamte Abschnitt? Nur dei Überschrift "Akku" ist zu erkennen! Grml!

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