Die Kamera nimmt beim LG Vietwy Smart Fotos mit acht Megapixeln auf und bannt sie mit 3264x2448 Bildpunkten in den Speicher. Nachts hilft ein LED-Blitz, Licht ins Dunkel zu bringen. Das alles ist noch nicht spektakulär. Zusätzlich preist LG das KC990 aber mit dem Intelligent Shot-Modus an, mit dem noch bessere Bilder gelingen sollen. Außerdem helfen Software-Gimmicks wie Gesicht-, Lächel- und Blinzelerkennung und ein integrierter Bildstabilisator, das perfekte Foto zu schießen. Das KC990 Viewty macht seinem Namenszusatz Smart (engl. für klug, schlau) also zumindest auf dem Papier alle Ehre.
Originalaufnahme LG Viewty Smart | Foto: Areamobile.de
Die Steuerung des Viewty Smart orientiert sich bei Soft- und Hardware nicht am Vorgänger, sondern am Arena. So wurde der mechanische Wahlschalter des Vorgängers, mit dem man zwischen Foto-, Video- und Galeriemodus wählen konnte, wegrationalisiert. Diese Auswahl wird jetzt per Software getätigt. Aus dem Xenon-Blitz des ersten Viewty macht LG beim Viewty Smart einen einfachen LED-Blitz. Auch der auwändige manuelle Fokus des KU990 fehlt beim neuen Viewty. Beim Fotografieren dient das Display als Sucher, am linken Rand werden fünf virtuelle Tasten eingeblendet, die Zugriff auf die Belichtung, Fokusart, Blitz und weitere Optionen erlauben. Diese Onscreen-Menüs werden nach einigen Sekunden ausgeblendet, sie erscheinen erst wieder, wenn man auf das Display tippt. In den Einstellungen wird auf der linken Seite des Displays ein Drehrad eingeblendet, wie man es von professionellen Kameras zum Einstellen der verschiedenen Foto-Modi kennt. Mit Fingergesten kann man es drehen und durch die einzelnen Menüpunkte navigieren. Das sieht hübsch aus, übersichtlicher ist aber ein Listenmenü.
Und wie ist die Fotoqualität? Im normalen Automatikmodus bestenfalls durchwachsen. Die Bildschärfe ist bei einigen Fotos seht gut, auf anderen mittelmäßig. In anderen Bereichen ist die Bildqualität erschreckend schlecht. Unsere Testaufnahmen zeugen durch die Bank von extrem starkem Bildrauschen, außerdem ist die Bilddynamik unter aller Kanone. Trotz Sonnenschein sehen die meisten Fotos aus, als ob sie im Herbst oder bei Dämmerung geschossen worden wären. Bringt der Intelligent Shot-Modus (IS) mehr? Nicht viel. Ist er aktiviert, werden unten rechts fünf Parameter wie Ausleuchtung und Gesichterkennung angezeigt. Schmale Balken daneben geben an, wie stark die einzelnen Merkmale in der angepeilten Szene ausgeprägt sind. Der Intelligent Shot-Modus soll daraus dann die optimalen Einstellungen generieren. Ein Automatikmodus neben dem Automatikmodus also? Offenbar, denn viel besser werden Aufnahmen mit IS auch nicht. Bei Innenraumaufnahmen ist die Bildschärfe etwas besser, außen erscheinen die Farben intensiver und vor Allem wärmer. Zu dunkel geraten Fotos damit aber immer noch, die Bilddynamik wird nicht nennenswert verbessert.
Bei Blitzaufnahmen auf kurze Distanz versagt IS auf ganzer Linie, denn die werden völlig überbelichtet. Mit zunehmender Distanz verbessert sich das Ergebnis aber zusehends und ist dann viel heller, als im Automatikmodus. Dort reicht der Blitz nämlich gerade mal 2 Meter weit, mit IS scheint er gut drei Mal so weit zu leuchten. Insgesamt ist das Viewty Smart offenbar nicht ganz so smart, wie der Name suggerieren möchte. Bei Videos gibt es wenig zu mäkeln. Die Bildqualität ist recht gut, Bildschärfe und Dynamik gehen in Ordnung. Die Wiedergabe ist absolut ruckelfrei, allerdings fällt bisweilen Helligkeitsflackern auf.
An der Bildergalerie hat sich seit dem LG Arena nicht geändert. Im Hochformat, erscheint eine Thumbnail-Ansicht mit 12 Fotos. Im Querformat fällt die Thumbnail-Liste nach unten aus dem Bild und von oben schweben drei große neue Foto- oder Video-Thumbnails heran, die durch ihre Anordnung den Eindruck hinterlassen, der Betrachter stehe in einem Raum aus riesigen Fotowänden. Ein Fingertipp auf eines der Fotos vergrößert ins Vollbild, mit horizontalen Fingergesten wechselt man zum nächsten Foto oder Video. Im Vollbild kann man die Bilder auch auch mit zwei zwei Fingern wie auf dem iPhone vergrößern oder verkleinern. Nach einer kurzen Ladezeit funktioniert das recht flüssig.
Leider hat LG sich der Kritik am Arena nicht angenommen. Die immer wieder auftretenden Ladezeiten sind immer noch lästig. Vergrößert man ein Foto ins Vollbild, zoomt das Viewty Smart immer weiter ins Bild hinein. Anstatt dann aber geschickt auf voller Bildschirmgröße zu enden, wird das Display kurz schwarz, bevor das scharf gerechnete Foto erscheint. Beim Herauszoomen erscheint inzwischen zwar kein schwarzer Ladebildschirm mehr, stattdessen fallen einfach wieder die Bilder der Galerie wieder vom oberen Display-Rand ins Bild; mit Lade-Symbol in den ersten Sekunden wohlgemerkt.
Etwa 1,4 Gigabyte freie Speicher kann vom Besitzer des LG Viewty Smart für Fotos, Filme und Musik genutzt werden, danach muss er auf eine Speicherkarte ausweichen. Das Handy fasst zu diesem Zweck microSD-Karten von bis zu 32 Gigabyte. Wie schon beim LG Arena gibt es auch beim Viewty Smart zwei Arten, sich Musik anzuhören. Auf dem Multimedia-Homescreen werden auf der linken Display-Hälfte die Coverarts der als Favoriten festgelegten Lieblingslieder angezeigt, die andere Hälfte ist für Fotos und Videos reserviert. Beide Filmrollen können mit dem Finger durchgescrollt werden. Ein Fingertipp auf ein Coverart öffnet eine besondere Player-Animation, die die Albumgrafik schick als rotierende CD darstellt. Leider kann man so cineastisch nur auf maximal 15 Lieblingslieder zugreifen. Daher verkommt diese schicke Darstellungsart zur sinnlosen Spielerei.
Der eigentliche Player ist nicht ganz so extravagant ausgefallen. Aus dem Hauptmenü landet man direkt in einem alphabetisch geordneten Listenmenü, in dem alle verfügbaren Titel angezeigt werden. Die Sortierung kann auch nach Favoriten, Interpreten, Alben oder Genres erfolgen. Ein weiterer virtueller Knopf links neben den Sortiermöglichkeiten öffnet ein Menü, das flüssig heranwabert und Schaltfächen für den Equalizer und das Erstellen neuer Playlists bereit stellt.
Hinter dem Equalizer-Button verstecken sich nur Klang-Presets, eine direkte Einflussnahme auf die einzelnen Frequenzen des Sounds ist nicht möglich. Wegen des guten Klangs des Players und der großen Auswahl an Presets stört das aber nicht weiter. Das Preset Dolby Mobile, das LG auf seiner Internet-Seite besonders erwähnt, überzeugt nicht, der Klang wirkt damit wie durch den Effekt-Fleischwolf gedreht.
Neben jedem Song-Namen befindet sich am rechten Display-Rand ein kleines Abspiel-Icon. Der eigentlich Player schiebt dann das Listenmenü, das unterhalb des angewählten Songs liegt, weiter hinab und schafft sich so Platz. So bleibt er in die Liste integriert und die Songauswahl ständig in Reichweite. Da der Player im Hochformat nur einen Bruchteil des Displays einnimmt, ist das dargestellte Coverart in CD-Form winzig. Hinter ihm läuft eine stylische, leider nicht ganz flüssige Hintergrundanimation ab. Im Querformat bleibt der Player mit größerem Coverart in CD-Optik auf der linken Seite immer fest im Blick, rechts daneben befindet sich die Song-Liste.
Zwar kann der Sound des Players überzeugen, das einfache Headset hingegen nicht. Es klingen einfach zu dünn. Die Lautstärke geht in Ordnung, allerdings ist auf Maximum Übersteuern herauszuhören. LG nutzt auch beim Viewty Smart den microUSB-Anschluss nicht nur zum Laden und für den Datentransfer, sondern auch für die Kopfhörer. Ein Austausch des Headsets ist dennoch problemlos möglich, denn der Hersteller liefert den Adapter gleich mit. An ihn kann man herkömmliche 3,5-Millimeter-Kopfhörer anschließen. Wer auf lästige Kabel verzichten will, darf bedenkenlos zu Stereo-Bluetooth-Kopfhörern greifen.
Die Entwickler von LG spendieren dem Viewty Smart wie schon dem LG Arena das an die Bedienung mit dem Finger angepasste UKW-Radio. Die Sendefrequenz stellt man ein, indem man ein virtuelles Suchrad dreht, das an alte Radios erinnert. Eine ähnliche Einstellungsmethode gibt es auch im Kameramenü. Mittels RDS werden zusätzliche Senderinformationen angezeigt, über das Menü lässt sich ein automatischer Suchlauf aktivieren. Am unteren Bereich des Displays befinden sich virtuelle Senderspeichertasten.
Einen speziellen Youtube-Player, Flash gibt der Browser allerdings auch nicht vernünftig wieder. Stattdessen spielt das LG Viewty Smart aber mit DivX, Xvid, Mpeg4 und WMV wichtige Videoformate ab. Durch das gute Display und den noch größeren Speicher eignet es sich daher auch hervorragend für eine größere Videosammlung.
Das Viewty smart hat eine gute kamera und ein klasse Design (menü, Homescreen, usw.). Ich bin vom Arena auf das Smart umgestiegen und ich muss sagen, dass es um Welten besser ist. VON MIR ALLE DAUMEN HOCH!!!!!!!!!!!
Des is sau geil
Und sonst hat mein vorgänger schon alles gesagt
habs aber verloren =(
Ich habe das Handy und es ist optimal! Die 'schlechte' Kamera kann ich nicht nachvollziehen, weil bei mir ist alles gestochen scharf, und beim player kann man sehr wohl den equalizer unterscheiden. Ich kann nur sagen: Sehr gutes Handy. Die schlechte Kritik ist eher überflüssig und ungerecht.
hab ma ne frage...is die firmware(software?) schon verbessert worden oder immernoch so instabil wie beim arena??
danke
matt
ZZZ EIN camera handy mit schlechter kamera sehr schade
ist dies ein smartphone