Das Nokia 5800 XpressMusic war das erste Nokia-Handy mit Touchscreen und S60 in der 5th Edition. Es erfreut sich wegen guter Ausstattung und niedrigem Preis großer Beliebtheit. Jetzt bringt Nokia das 5530 XpressMusic auf den Markt. Bei ihm handelt es sich im Prinzip um eine abgespeckte Version des 5800, die noch günstiger ist. Ob sich der Griff zum neuesten Touchscreen-Musiker oder doch eher zum Nokia 5800 lohnt, sagt Areamobile in seinem Test.
Einer der großen Kritikpunkte am 5800 war die Qualitätsanmutung. Durch die ausschließliche Verwendung von Kunststoff in Verbindung mit einem etwas knubbeligen Design wirkt das erste Touchscreen-Handy von Nokia deutliche minderwertiger, als viele Geräte der Konkurrenz. Beim neuen 5530 XpressMusic hat der Hersteller das Design kräftig überarbeitet und verpasst dem Musikhandy sogar Metallelemente auf der Front. Insgesamt wirkt das 5530 jetzt wesentlich besser proportioniert. Der neue Musikant ist in allen Dimensionen um mehrere Millimeter geschrumpft und kommt jetzt auf 104x49x13 Millimeter. Besonders die geringere Dicke macht sich positiv bemerkbar, das 5530 wirkt jetzt nicht mehr pummelig, sondern wohlproportioniert.
Daran hat auch das Design einen großen Anteil. Der wulstige Plastikrahmen, der beim 5800 das Display einfasst, weicht beim günstigeren Musikhandy einem deutlich filigraneren Metallelement, in das die großen Lautsprechergratings über- und unterhalb des Displays integriert sind. Tasten gibt es jetzt auf der Front nicht mehr, sie sind berührungsempfindlichen Feldern gewichen. Das wirkt moderner. Auch die Formensprache insgesamt erscheint jetzt stimmiger. Die Front ist beim 5800 größer als die Rückseite. Von der Stirnseite aus betrachtet hat das Handy dadurch eine Keilform. Beim 5530 XpressMusic wurde darauf verzichtet, die Formensprache wirkt dadurch wesentlich klarer.
Bei der Verarbeitungsqualität macht sich die Verwendung von verwindungssteifem Metall bemerkbar. Während das 5800 unter Druck quitscht und knartzt, sind dem 5530 nicht so leicht Misstöne zu entlocken. Höchstens, wenn man es schüttelt. Dann rappelt die die Sperrtaste für das Display, die recht lose in ihrer Führung sitzt und auch der Akkudeckel wackelt hörbar. Schade, irgendwie schafft es Nokia nicht ein einziges mal, alle Verarbeitungsmängel abzustellen.
Die Sperrtaste für das Display sitzt locker in der Führungsschiene und klappert | Foto Areamobile.de
Die geringeren Maße wirken sich auch auf das Display aus. Die Diagonale ist von 3,2 auf 2,9 Zoll geschrumpft, die Auflösung bleibt allerdings mit 640x480 Bildpunkten gleich. Auch beim Nokia 5530 stellt die Anzeige 16 Millionen Farben dar. Der Screen spricht noch etwas sensibler an, als der des 5800. Dadurch lässt sich die virtuelle Volltastatur im Querformat sehr gut bedienen. Die wenigen Hardware-Tasten leider nicht. Der Druckpunkt von Power- und Kamerataste ist derart hart ausgefallen, dass sie schwierig zu drücken sind. Zumindest bei der Kamerataste ist das störend.
Im Nokia 5530 XpressMusic verrichtet wie auch im 5800 eine Kamera mit 3,2 Megapixel mit Autofokus ihren Dienst. Das legt die Vermutung nahe, dass beide Kameras identisch sind, doch die Ergebnisse belegen das Gegenteil. Farben gibt das 5800 etwas besser wieder, auch bei der Bilddynamik kann es leichte Vorteile für sich verbuchen, da helle Bereiche beim 5530 XM schnell überstrahlen.
Größter Unterschied: Das neue 5530 muss mit einem einfachen LED-Flash auskommen | Foto: Areamobile.de
Dafür sind Aufnahmen mit dem günstigeren Handy etwas schärfer. Große Unterschiede gibt es beim Blitz. Das 5530 kommt mit einem einfachen LED-Blitz, Fotos fallen dadurch wesentlich dunkler aus, als mit dem Dual-LED-Blitz des Nokia 5800. Dafür sind beim 5530 die Farben bei Blitzaufnahmen etwas realistischer. Insgesamt leistet die Kamera des 5530 für 3,2 Megapixel recht gute Dienste. Auch die Videoqualität ist hervorragend.
Für Musik stellt Nokia dem Besitzer des 5530 XpressMusic einen microSD-Speicherkarte mit vier Gigabyte zur Verfügung. Wie der große Bruder schluckt das 5530 Karten bis zu 16 Gigabyte. Das lohnt sich, denn der Sound des Billigheimers ist auch mit dem mitgelieferten Headset hervorragend. Der Player ist zwar optisch nicht sonderlich ausgefallen, dafür reagiert er schnell und ist zweckdienlich. Echte Player-Tasten gibt es am Gehäuse zwar nicht, ein berührungssensitives Feld im oberen rechten Eck des Displays erlaubt aber den direkten Zugriff auf Player und Galerie. An den 3,5-Millimeter-Anschluss können die Lieblingskopfhörer angestöpselt werden. Wer auf Kabel verzichten möchte, kann wegen A2DP auf Bluetooth zurück greifen. Für weitere Kurzweil sorgt ein RDS-Radio.
Der Browser ist schon vom 5800 XpressMusic bekannt und macht seine Arbeit akzeptabel. Er beherrscht auch auf dem Nokia 5530 Flash Lite und erlaubt so, Videoportale wie youtube.de direkt anzusteuern. Zusätzlich gibt es einen Youtube-Client, der besserer Bildqualität liefert. Per WLAN baut das 5530 Areamobile.de in unter 20 Sekunden auf, ein durchschnittlicher Wert. Wer einen Hotspot verfügbar hat, sollte dringend darauf zurückgreifen, denn mangels UMTS dauert der Seitenaufbau per GSM sehr lang. Am störendsten ist die Bedienung. Während der Browser beim Topmodell N97 automatisch in den Vollbildmodus gewechselt wird, muss man ihn auf dem neuen XpressMusic-Handy wie schon auf dem 5800 manuell aktivieren. Das nervt. E-Mail-Postfächer lassen sich extrem einfach einrichten. Nach der Eingabe von E-Mail-Adresse, Nutzernamen und Passwort ist das Handy zum Mailabruf bereit. Im Posteingang werden übersichtlich bis zu 9 Header dargestellt, die dazugehörigen Mails ruft das 5530 auf Knopfdruck ab. Zur Adress- und Kalenderverwaltung bietet auch das günstige Nokia 5530 die volle S60-Funktionalität mit zahllosen Informationsfeldern und unterschiedlichen Terminarten, die jeden Nutzer zufrieden stellen sollte.
3,5-Millimeter-Anschluss für Kopfhörer, abgedeckter Micro-USB-Anschluss und 2,5-Millimeter Stromanschluss | Foto: Areamobile.de
Im JBenchmark 2D schneidet das Nokia 5530 XpressMusic deutlich besser ab, als das 5800 im Auslieferungszustand. Das spricht für die Techniker von Nokia, bis zu 524 Punkte sind ein guter Wert. Im 3D-Test enttäuscht das Musikhandy mit 5 bis 10 Frames in der Sekunde aber erneut, anspruchsvolle 3D-Spiele sollte man auf dem Gerät nicht probieren. Dennoch laufen die mitgelieferten Spiele Bounce und Global Race-Racing relativ flüssig. Als Extraprogramme gibt es Alltagshelfer wie Umrechner, Taschenrechner und Wecker, außerdem packt Nokia Applikationen für Amazon, Facebook oder Friendster in den Speicher des Handys. GPS fehlt dem 5530, die Standortbestimmunf via Google Maps ist daher sehr ungenau.
Der größte Kritikpunkt an den aktuellen Touchscreen-Handys von Nokia ist und bleibt die fünfte Edition von Symbian S60. Die teils widersprüchliche Bedienung nervt einfach, das hat offenbar auch Symbian gemerkt. Nicht umsonst ließ die Software-Schmiede verlauten, dass man über eine völlig neue Oberfläche nachdenkt. Und auch Nokia weicht von Symbian ab und wählt für das neue Tophandy N900 Maemo als Betriebssystem. Der finnische Konzern hatte bislang als einziger Hersteller starr an Symbian S60 festgehalten.
In manchen Listenmenüs des Nokia 5530 muss man den Scroll-Balken am rechten Rand nutzen oder alternativ mit gedrücktem Finger bis zum unteren Display-Rand sliden, um nach unten zu scrollen. In anderen Menüs kann man wie gewohnt den Bildschirminhalt mit dem Finger nach oben wegschieben. Auch die ständigen doppelten Nachfragen in der Standard-Einstellung sind nervraubend. Im Browser muss man so etwa erst den Menüpunkt „Wechseln zu neue Webseite“ anwählen und nachdem man die Adresse mit einem großen grünen Haken bestätigt hat, verlangt der Browser einen erneuten Klick auf den „Öffnen“-Button. Ähnliche Ungereimtheiten treten zuhauf auf und sorgen für mehr Frust, als einem Nutzer lieb sein dürfte. Davon abgesehen kann man von der Performance des 5530 XpressMusic absolut zufrieden sein.
Wartezeiten sind kaum zu beklagen, das Smartphone gibt sich in fast allen Situationen schnell und überlegen. Das konnte man vom 5800 im Auslieferungszustand nicht behaupten, erst mehrere Firmwareupdates verliehen ihm Flügel. Der Startbildschirm wurde gegenüber dem älteren Bruder verändert. Auf ihm lassen sich jetzt ähnlich wie beim N97 bis zu 20 Schnellzugriffe auf die wichtigsten Kontakte mit Foto ablegen.
Per berührungsempfindlicher Taste kann man den Player und Galerie direkt erreichen | Foto: Areamobile.de
Die Gesprächsqualität beim 5800 war sehr gut, beim 5530 ist das nicht anders. Das leise Grundrauschen im Netz von o2 und T-Mobile stört kaum, Gesprächspartner klingen sehr realistisch. Die hohe Lautstärke und ein recht klares Klangbild machen das 5530 zum angenehmen Begleiter für Vieltelefonierer. Die Lautsprecher sind nur wenig schlechter, als die des 5800. Egal ob Musik oder Freisprechfunktion: Derzeit gibt es kaum bessere in einem Handy eingebauten Lautsprecher. Die beiden Speaker sind dabei besonders in der Musikwiedergabe nicht nur recht laut, sondern liefern auch erstaunlich viel Bass.
Die Akkuabdeckung besteht aus labberigem Plastik, microSD- und SIM-Karte werden an der Seite eingeschoben | Foto: Areamobile.de
Beim Akku fällt Nokia leider in alte Angewohnheiten zurück. Während das 5800 XpressMusic 1350 mAh vorweisen kann, muss das 5530 mit einem 1000 mAh starken Powerpack auskommen. Trotz geringerer Ausstattung sinkt daher die Herstellerangabe zum Standby um etwa 20 Prozent im Vergleich zum 5800. Die angegebenen 27 Stunden, die das Musikhandy bei laufendem Player aushalten soll, dürften nur schwer zu erreichen sein. Realistisch sind je nach Nutzung etwa zwei bis drei Tage, bis das Musikhandy wieder nach Stromzufuhr verlangt.
geiles Handy und super Test
Ich habe das handy seit einiger zeit und bin sehr zufrieden damit die sensoren arbeiten perfekt und somit lassen sich auch soiele mit alternativen steuerungssysytem spielen.
Di akulaufzeit beträgt sich auf etwa 30h bei musikhören allerdings spackt der akku bei soieln sehr ab
Ich würd das kaufen! Es lohnt sich! Auf jeden Fall! Echt jetzt! Das ist ein Superhandy!
Ich weiß nicht ob ich mir dieses Handy kaufen soll...
Ich hab ja auch noch ein altes aber ohne Touch!
ich kann bei meinem handy die kontakte und das tastenfeld zum telefonieren vonj der startansicht aus öffnen
Des handy will i auf jeden fall...
bin ja ein NOKIA-FAN!!!!!!!!!!!!!!!