Das Pixon12 ist das weltweit erste Handy mit einer Kamera, die Fotos mit 12 Megapixel knipst. Das sind Aufnahmen mit sagenhaften 4000x3000 Pixel. Zum Vergleich: die meisten Flachbildschirme kommen derzeit nicht über eine Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten hinaus. Das entspricht auch der Full HD-Darstellung moderner Fernseher. Im Gegensatz zum Vorgänger hilft nachts ein echter Xenonblitz. Zusätzlich sorgt ein LED-Fotolicht dafür, dass bei schlechten Lichtverhältnissen die Szenerie für den Autofokus ausgeleuchtet wird. Sie kommt auch bei Videoaufnahmen zum Einsatz.
Dazu kommen zahllose Features wie Weitwinkel-Optik mit 28 Millimetern Brennweite, Smart Auto-Funktion wie beim LG Viewty Smart, Beauty-Modus, Smile-Shot, Gesichtserkennung und vieles mehr. Doch entscheidend ist, wie das Ergebniss aussieht, schließlich leiden Handykameras generell unter schlechter Lichtausbeute durch zu kleine Linse und winzigem Fotochip. Als Resultat macht sich schnell Bildrauschen breit und die Bilddynamik verschlechtert sich rapide, sobald man nicht in strahlendem Sonnenschein fotografiert. Per Druck auf die spezielle Kamerataste wechselt man in den Kameramodus. Dann öffnet sich der automatische Linsenschutz und das Display wird zum Kamerasucher. Das dauert keine drei Sekunden. Erstaunlich kurz sind auch die Zeiten, die das Pixon12 zum Scharfstellen und Speichern der Fotos benötigt. Etwa 1,5 Sekunden braucht der Autofokus, zwei bis drei Sekunden später ist die Kamera trotz Bildgrößen bis zu 3,5 Megabyte schon wieder für ein neues Foto bereit. Das sind für ein Handy Spitzenwerte.
Und das bei hervorragender Bildqualität. Vor allem im Smart-Auto-Modus ist die richtig gut. Das überrascht, denn schon das LG Viewty Smart hatte eine ähnlich lautende Funktion, konnte damit aber nicht überzeugen. Besonders beeindruckend ist die hohe Bildschärfe mit Smart-Auto. In diesem Modus, in dem fast alle Parameter völlig automatisch bestimmt werden, fällt auch die Farbsättigung höher aus. Generell könnten Farben allerdings trotzdem um einiges kräftiger sein. Das Bildrauschen ist zwar besonders auf einfarbigen, hellen Flächen zu erkennen und stärker ausgeprägt, als bei den älteren 8-Megapixel-Handys, verläuft aber in erträglichen Bahnen. Ähnliches gilt für die Bilddynamik, auch wenn helle Flächen schnell überstrahlen, wodurch Details verloren gehen. Dennoch gibt es derzeit bei Sonnenlicht keine Handykamera, die bessere Ergebnisse liefert. Durch die hohe Auflösung können nicht nur bedenkenlos Bildausschnitte vergrößert und Abzüge gemacht werden, sondern endlich lässt sich auch der Digitalzoom sinnvoll nutzen. Natürlich nimmt dabei die Bildqualität sichtbar ab, Fotos werden pixeliger. Dennoch sind die Ergebnisse fast so gut, wie der optische Zoom des etwa 1,5 Jahre alten G800, bei dem sich die Bildqualität ebenfalls sichtbar verschlechterte. An den optischen Zoom einer normalen Digitalkamera kommt das Pixon12 natürlich nicht an.
Den Makromodus kann man zwar manuell aktivieren, doch eigentlich lohnt sich das gar nicht. Im Smart-Auto-Modus kann man genauso nah an das Motiv herangehen, Aufnahmen werden so noch schärfer und farbintensiver. Allerdings sehen derartige Motive fast wie gemalt aus, denn ihnen fehlt es bisweilen etwas an Dreidimensionalität, da die Tiefenschärfe zu schwach ausgeprägt ist. Der Xenon-Blitz des Pixon12 leistet ganze Arbeit. Aufnahmen damit sind selbst in völliger Dunkelheit gestochen scharf. Das schaffte bislang nur das Sony Ericsson C905. Dessen Blitz ist auch noch eine Spur heller, doch auch der des Pixon12 reicht gute drei bis vier Meter weit.
Der Smart-Auto-Modus ist eigentlich alles, was man beim Pixon12 braucht. Nur in Aussnahmesituationen lohnt ein manueller Eingriff in die mannigfaltigen Einstellungen des Pixon12. Die Beauty-Funktion bearbeitet Portraits nach und beseitigt etwa leichte Hautunebenheiten. Dadurch erscheint das Foto aber auch etwas unschärfer. Die Smile-Detection löst automatisch aus, sobald die Software ein Lächeln erkennt. Im Alltag dürfte diese Funktion kaum zum Einsatz kommen. Serien- und Panorama-Aufnahmen kennt man auch schon vom Vorgänger. Die Auflösung wird dabei dramatisch reduziert. Im Klassik-Modus werden Kontraste und Farben viel stärker hervorgehoben, außerdem werden Fotos zum Rand hin immer dunkler. Diverse Szenen sollen Fotos in Ausnahmesituationen verbessern. Doch auch hier dient der Smart-Auto-Modus als Allheilmittel, das manuelle Eingriffe bis auf wenige Ausnahmen unnötig macht. Während man die meisten Features schon kennt, hat Samsung den selektiven Fokus erweitert. Mit einem Fingertipp stellt man nicht mehr nur punktuell scharf, sondern die Software verfolgt ein fokussiertes Objekt jetzt auch bei Bewegung, bis es aus dem Kamerasucher verschwindet. Bemerkenswert.
Videos nimmt das Pixon12 mit einer Auflösung von maximal 720x480 Pixel und einer flüssigen Bildwiederholungsrate von mehr als 28 Frames pro Sekunde ab. Die Bildqualität ist dabei sehr gut, während der Aufnahme kommt nämlich weiterhin der Autofokus zum Einsatz. Nur bei schnellen Schwenks kommt es zu leichter Verpixelung. Als Sound-Codec nutzt Samsung wieder sAMR, die Qualität ist aber etwas besser als noch beim i8910. Als ausgewiesenes Kamerahandy beherrscht das Pixon12 auch Zeitlupenaufnahmen mit 120 Bildern in der Sekunde, allerdings sinkt dabei die maximale Auflösung auf 320x240 Bildpunkte. Insgesamt hätten wir uns etwas mehr vom Videomodus erhofft, schließlich hat Samsung beim i8910 schon bewiesen, dass Videoaufnahmen mit 1080x720 Pixel mit einem Handy möglich sind. Und das i8910 HD ist nicht einmal ein reines Kamerahandy.
Die Bildbetrachtung ist grafisch ansprechend gestaltet, leider hält Samsung immer noch am automatischen weiterblättern der Fotos per Lagesensor fest. Das ist zwar schön, um sehr schnell durch die einzelnen Bilder zu huschen, gleichzeitig aber auch nervig, da man es nicht abstellen kann. So passiert es oft, dass man ein Foto betrachtet und ungewollt zum nächsten springt, weil man das Handy leicht neigt. Im Vergleich zum Samsung Jet verläuft das Scrolling sowohl in der Thumbnail-Ansicht als auch im Vollbild viel flüssiger. Das klappt durch einen kleinen Trick, bei dem die Bilder erst nur unscharf dargestellt werden. Nach einem kurzen Augenblick werden sie scharf gerechnet.
Wie schon beim Samsung Jet kommt in der Bildergalerie und im Browser der One-Fineger-Zoom zum Einsatz. Hält man einen Finger auf einem Foto kurz gedrückt und schiebt ihn dann nach oben, lässt sich das Bild stufenlos bis zu zehnfach vergrößern. Das klappt angenehm flüssig und schnell. Fotos kann man schon auf dem Pixon12 nachträglich bearbeiten. Dafür stehen zahlreiche Optionen zur Verfügung. Das sind teilweise sinnvolle Gimmicks, auch wenn die Bearbeitung auf dem PC immer noch einfacher und besser klappt. Störend: Während des Tests stellte sich der Speicherort immer wieder von Speicherkarte auf Telefonspeicher um.
Versucht man, eines der Klangpresets zu nutzen, wird die Sound-Anpassung trotz der Bestätigung über den Speicher-Button nicht übernommen. Wirklich nutzen kann man sie daher nicht, nur in den Einstellungen kann man Musik so hören, wie man es möchte. Fraglich, warum solche Fehler nicht vor der Auslieferungen auffallen. So bleibt nur zu hoffen, dass Samsung auch beim Pixon12 so schnell ein Firmware-Update herausbringt, wie beim i8910 HD wegen des Sound-Problems in Videos. Denn ansonsten macht der Player seine Aufgabe bekannt gut. Eine Speicherkarte mit zwei Gigabyte Volumen liegt im Lieferumfang, bis zu 16 Gigabyte erkennt der Pixon12. Musik kommt am besten per Windows Media Player auf die Speicherkarte, die Synchronisation klappt wegen der Übertragungsrate von etwa 1,5 Megabyte pro Sekunde ausreichend schnell. Wie gewohnt kann man nach Interpreten, Alben oder Podcasts sortieren und eigene Wiedergabelisten erstellen. Der Player präsentiert sich mit riesigem Coverart, Song-Informationen und den typischen Tasten zum Skippen, Spulen und Starten eines Liedes. Funktionen wie Klangpresets, Wiederhol- und Shuffle-Funktion sowie zum Senden eines Songs per Bluetooth, E-Mail oder Exchange ActiveSync und zum Einrichten des aktuellen Songs als Klingelton erreicht man über ein Extramenü.
Wie beim Jet und beim i8910 gibt es wieder die hübsche Coverflow-Ansicht, die automatisch aktiviert wird, wenn man das Handy im Player-Betrieb ins Querformat dreht. Dabei werden sieben Coverarts nebeneinander angeordnet und lassen sich mit dem Finger weiterschieben. Wählt man eines der Cover an, sieht man alle Lieder des entsprechenden Albums und kann sie direkt anwählen. Das größte Problem dabei ist immer noch die Geschwindigkeit, denn flüssig geht anders.
Der Sound des Pixon12 ist sehr gut, auch das mitgelieferte Headset ist qualitativ hochwertig. Es lässt sich mangels nativem 3,5-Millimeteranschluss nur über das beiliegende Adapter anstöpseln. Störend ist allerdings die Tatsache, dass extreme Presets wie Megabass oder Rock zu auffälligen Lautstärkeschwankungen führen. Dieser Normalize-Effekt nervt. An den vollen und klaren Sound der Top-Walkman-Modelle von Klassenprimus Sony Ericsson kommt das Pixon12 so zwar nicht heran, aber die Unterschiede sind nicht allzu gravierend. Das UKW-Radio mit RDS-Funktion bietet die normalen Standards. 50 Sender lassen sich abspeichern, außerdem kann man das Radioprogramm aufnehmen und Musik durch einen Abgleich mit einer Online-Datenbank erkennen lassen, um Informationen darüber zu erhalten. Im Test funktionierte das sehr zuverlässig. Auf dem brillanten Display macht die Filmbetrachtung richtig Spaß, auch wenn es etwas größer sein dürfte. Dafür spielt das Pixon12 auch DivX und Xvid-Dateien ab.
ich hab mal ne frage..
ich hab des handy ohne vertrag.. und will kostenlos ins internet..
wlan kann ich zwar aktivieren..und es entsteht auch ne verbindung, aba trotzdem kann ich nicht ins internet..
kann mir vll jmd helfen??
Hallo leutee ich möchte mir dieses handy auch holen aber nachdem ich das ganze gelesen hab dass das handy ständg aus gehd usw weis ich auch nicht mehr kann mir jemand einen tipp geben wäre echt nett danke !
man muss nicht auf das Display drücken, um das Display zu entsperren. Einfach die Sperrtaste gedrückt halten, dann entsperrt sich das Display von alleine.
Ich hab zur Zeit das samsung omnia und ich bin ganz zu frieden, da ich aber immer das neueste und beste will, überlege ich mir das Samsung pixon12 zu kaufen. Aber ist es wirklich so gut? es sieht etwas groß aus... unpraktisch
ich würde gerne von euch wissen ob es hochwertig ist mit besster Qualität.
wenn ihr eine Alternative hättet wäre ich sehr dankbar--> es sollte aber extra gute fotos machen.
ja avi funktioniert.
für alle die das mal checken wollen: Divx ist ein Code/Format zur Videokompression. Aber beinhaltet keinen Ton. Damit der Ton auch dabei ist, wir das Divx Video mit einer Tonspur, z.b. Mp3 in eine neue Datei gesteckt. Sogenannte Containerdatei. AVI ist ein solcher Container für Bild und Ton.
Also muss es funktionieren, weil samsung sicher auch gerne videos mit ton abspielen lassen möchte.
PS Geiles Handy! aber was mich mal interessiert: Verzeiht der Weitwinkel nicht Bilder die aus der Nähe aufgenommen werden sollen?
das handy ist insgesamt sehr gut. hauptsächliches manko ist, wenn man die iphones im vergleich sieht die recht langsame menüführung und das relativ langsame internet. empfehlenswert sind ist die kamera in video und bild. hier mal zwei beispiele, wurde alles mit dem pixon12 aufgenommenhttp://www.youtube.com/watch?v=gMBAfOPHnjA
http://www.youtube.com/watch?v=OLYYbalhes8