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Einfach-Handy im Edel-Design Nokia 6600i slide

Das Nokia 6600i slide ist seit September auf dem deutschen Markt erhältlich. Es wirkt durch sein Aluminiumgehäuse sehr hochwertig. Daher überrascht der niedrige Preis von 259 Euro UVP um so mehr. Areamobile hat sich angeschaut, ob das handliche Handy nur durch das Gehäuse, oder auch mit inneren Werten überzeugt.

Nokia 6600i slide

Im Test: Nokia 6600i slide | Foto: Areamobil.de

 

Nokia-Handys werden oft als Plastikbomber bezeichnet, besonders ältere und auch günstige Modelle wirken einfach billig. Bei aktuellen Geräten achtet der Hersteller zwar verstärkt auf Material und Verarbeitungsqualität, verwendet aber weiterhin überwiegend Kunststoff. Da sticht ein Gerät wie das 6600i slide umso mehr aus der Plastikmasse hervor. Im positiven Sinne, wohlgemerkt.

Nokia 6600i slide

In der Rückseite des Akkudeckels kann man sich sogar spiegeln | Foto: Areamobile.de

 

Maße von 93x45 Millimetern machen aus dem Metall-Handy ein äußerst kompaktes Accessoire, auch die Dicke geht mit 14,2 Millimetern wegen der Slider-Bauweise voll in Ordnung. Obwohl 110 Gramm Gewicht nicht viel sind, kommt einem das Handy wesentlich schwerer vor. Das trägt aber auch zu dem Eindruck bei, ein deutlich teureres Handy vor sich zu haben. Außerdem liegt es damit trotz seiner geringen Größe sehr gut in der Hand. Durch die Materialwahl und die starken Rundungen ist das 6600i ein echter Handschmeichler und verschwindet auch in kleinsten Taschen.

Nokia 6600i slide

Durch die starken Rundungen, die geringen Maße und das edle Metall ist das Nokia 6600i ein wahrer Handschmeichler | Foto: Areamobile.de

 

Bei der Verarbeitungsqualität wäre mehr Liebe zum Detail besser gewesen. Zwar stimmt der Gesamteindruck, aber Einzelheiten stören. Der Slider-Mechanismus gleitet sanft und bestimmt auf und zu, wackelt allederdings selbst im geschlossenen Zustand leicht. Der Abstand zwischen Ober- und Unterteil ist gleichmäßig, aber zu groß geraten. Aufgeschoben entsteht sogar ein Spalt von stellenweise fast zwei Millimetern. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Die einzige Öffnung im Gehäuse ist der 2,5-Millimeter große Ladegerät-Anschluss, der microUSB-Port wird von einer etwas zu stramm sitzenden Schutzkappe verdeckt.

Nokia 6600i slide

Durch das Design bildet sich im geöffneten Zustand ein breiter Spalt, außerdem wackelt das Slider-Oberteil | Foto: Areamobile.de

 

Das kleine 2,2-Zoll-Display hat eine Auflösung von 320x240 Pixel und stellt 16 Millionen Farben dar. Durch die geringe Display-Diagonale fallen Treppchenbildungen trotz der niedrigen Auflösung kaum ins Gewicht. Auch bei der Tastatur gibt es wenig zu meckern. Der Navkey und die flankierenden Sondertasten lassen sich gut erfühlen. Druckpunkt und Tastenhub fallen ebenfalls sehr gut aus. Allerdings hat man bei den Tasten unter dem Display ständig das Gefühl, dass sie gleich herausfallen. Das liegt am etwas wackeligen Slider-Oberteil. Schade.

Nokia 6600i slide

Die wenigen Tasten lassen sich perfekt bedienen | Foto: Aremobile.de

 

Die Zifferntastatur besteht leider nur aus Kunststoff, lässt sich aber bequem bedienen. Einzig die obere Tastenreihe ist etwas zu nah am Slider-Oberteil platziert. Richtig schlecht ist eigentlich nur die Tastaturbeleuchtung beim 6600i slide. Sie ist viel zu schwach und außerdem auch noch ungleichmäßig. Tagsüber verschmilzt die Farbe der Beleuchtung derart mit den aufgedruckten Ziffern, dass sie kaum noch abzulesen sind. Eine Lautstärkewippe oder einen Kameraauslöser gibt es nicht.

Nokia 6600i slide

Auch die Zifferntastatur ist sehr gut verarbeitet, allerdings ist die Beleuchtung mies | Foto: Areamobile.de

 

Die Kameralinse des 6600i slide ist nicht mit dem Carl Zeiss-Schriftzug geschmückt - den verwendet Nokia nur für seine Spitzenmodelle. Trotzdem ist die Bildqualität gut. Fünf Megapixel formen ein Foto, dass ausreichend scharf, kontrastreich und dynamisch ausfällt. Viele Einstellungsmöglichkeiten gibt es nicht, die bleiben Kameraspezialisten wie dem N86 vorbehalten. Die Kamera des 6600i slide hat nicht einmal eine separate Auslösetaste, das übernimmt der Navkey. Zum Aktivieren der Optik muss man daher umständlich über das Hauptmenü ins Medienmenü wechseln. Dann startet sie innerhalb von zwei Sekunden, weitere zwei Sekunden vergehen, bis der Autofokus seine Arbeit beendet hat.

Nokia 6600i slide

Gute Kamera mit fünf Megapixel und Blitz, aber ohne Carl Zeiss-Schriftzug | Foto: Areamobile.de

 

Anschließend braucht das Handy geschlagene vier Sekunden, um ein Bild abzuspeichern. Das ist deutlich zu lang. Übrigens startet die Kamera immer im Hochformat. Nur das manuelle Umstellen per Kontextmenü zwingt den Sucher ins Querformat. Der Dual-LED-Blitz kann nicht überzeugen, er reicht etwa einen Meter weit. Entsprechende Fotos werden immer unscharf. Videos nimmt das 6600i slide in VGA-Auflösung auf, allerdings nur mit weniger als 15 Frames pro Sekunde. Für eine flüssige Wiedergabe sollte man daher die Auflösung auf 352x288 Pixel herunter schrauben. Das ist schade, denn die Bildqualität ist abgesehen von der Framerate sehr gut.

Der Player des 6600i

Musik kommt am besten mit dem Windows Media Player vom PC auf das Handy. Nokia legt eine microSD-Karte mit einem Gigabyte Volumen bei, allerdings sind davon schon etwa 400 Megabyte für das Kartenmaterial von Nokia Maps belegt. Das Handy schluckt microSD mit maximal 16 Gigabyte. Richtig Spaß macht das Musikhören nicht, denn mangels 3,5-Millimeter-Anschluss kann man nur das Original-Headset nutzen, das über den microUSB-Anschluss angestöpselt wird. Es ist viel zu leise und hat darüber hinaus noch einen dünnen Klang. So etwas passt überhaupt nicht zum schicken Äußeren des Handys. Beim UKW-Radio fällt die geringe Lautstärke des Headsets sogar noch stärker auf.

Unterwegs auf dem mobilen Portal m.areamobile.de

Der S40-Browser ist nicht geeignet, um große Internetseiten aufzurufen. Da weder WLAN noch HSDPA die Äonen-gleichen Ladezeiten verkürzen, sollte man sich auf kleine Seiten oder Wap-Portale beschränken. Außerdem gibt es keine Queransicht, lediglich im Hochformat darf man surfen. E-Mails kann man auf dem 6600i slide abrufen und sogar verfassen. Bei der Einrichtung der Postfächer hilft wie immer ein sehr komfortabler Assistent. Von diesem Komfort ist später aber nur noch wenig zu spüren. Da maximal UMTS-Geschwindigkeit zur Verfügung steht, dauert das Abrufen und Versenden von elektronischen Nachrichten sehr lange, außerdem ist die Übersicht auf dem kleinen Display schlecht. Gerade einmal vier Betreffzeilen passen auf das Display.

Einfacher, aber ausreichender Kalender

Die Kontaktverwaltung reicht für den Hausgebrauch aus, es lassen sich mehrere Nummern, E-Mail-Adressen und Zusatznamen festlegen. Auch Fotos kann man einzelnen Kontakten zuweisen, der interne Speicher mit maximal 20 Megabyte dürfte damit aber schnell überfordert sein. Der Kalender bietet sogar noch etwas mehr Funktionen, als man erwarten würde. Es lassen sich verschiedene Erinnerungen wie Besprechung, Geburtstag oder Notiz eintragen. Geburtstage werden leider nicht automatisch aus dem Telefonbuch übernommen.

Auf schnellen Datenfunk mittels HSDPA muss man verzichten, WLAN oder gar GPS hat das 6600i slide auch nicht. Immerhin steht als Verbindungsart noch Bluetooth 2.0 mit der Erweiterung EDR für die schnellere Übertragung bereit. Das macht sich etwa beim Kopieren von Musik auf das Handy positiv bemerkbar.

Bounce Tales

Zur Unterhaltung packt Nokia acht Demo- oder Vollversionen von Spielen wie Tetris, Minesweeper und Asphalt 4 Elite in den Handyspeicher. Außerdem bietet das 6600i zahlreiche Direktzugriffe auf Flickr, Youtube sowie verschiedene Ovi-Portale. An Alltagshelfern gibt es nur Weltzeituhr, Wecker, Countdown, Rechner und Stoppuhr. Ovi Maps sind zwar mit Kartenmaterial auf der Speicherkarte vorinstalliert, nehmen dort aber eigentlich nur unnötig Platz weg. Denn mangels GPS kann man ohnehin nicht sofort mit der kostenpflichtigen Navigation loslegen. Dafür benötigt man einen externen GPS-Empfänger, der über Bluetooth gekoppelt wird.

Fast wie bei S60: Das Active Standby

Schwierigkeiten bei der Bedienung dürften mit dem recht übersichtlichen S40-System kaum auftreten. Das 6600i bietet auch schlichtweg zu wenige Funktionen, sodass man sich ohnehin nicht in Untermenüs verirren kann. Die Bediengeschwindigkeit ist in der Regel sehr hoch, nur wenn man Ordner auf der Speicherkarte aufruft, muss man einige Sekunden warten. Durch den von S60 bekannten Active Standby sieht man stets auf einen Blick, welche Termine anliegen und kann sie mit einem Klick ohne den Umweg über Untermenüs bearbeiten.

Starke Störgeräusche während eines Telefonates

Während der Empfang trotz Metallgehäuse gut ist, kann man das von der Gesprächsqualität nicht behaupten. Gesprächsteilnehmer klingen an beiden Enden der Leitung blechern und leicht matschig, außerdem ist ein deutliches Grundrauschen zu vernehmen. Noch schlimmer: der Handynutzer hört sogar ständig einen hochfrequenten Piepton, der auf Dauer an den Nerven zerrt. Ein solcher Fehler darf nicht einmal bei einem Gerät für 50 Euro auftreten.

Der Akku gehört ebenfalls nicht gerade zu den Highlights des 6600i, er sorgt für zwei bis drei Tage Standby im durchschnittlichen Betrieb. Mit seiner Kapazität von 1000 mAh sollte er das rudimentär ausgestattete Handy eigentlich länger am Leben halten. Wahrscheinlich verbraucht die Antenne wegen des Metallgehäuses mehr Strom als üblich.

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Kommentare
  1. 20.01.11 11:38 Anonymous (Gast)

    tja ich bin auch enttäuscht darüber hatte schon mehrmals Softwareprobleme damit z.b.beim löschen von smsen geht es einfach aus und läßt sich nicht mehr einschalten das nächste gibt kein Nokia

  2. 17.03.10 15:56 Anonymous (Gast)

    Ich habe das Telefon nun seit ca. 1 Monat und bin sehr enttäuscht, dieses Telefon ist den Preis auf jeden Fall nicht Wert. Da kriegt man viel günstiger bessere Geräte. Das einzig gute an dem Gerät ist einfach das phantstische Aussehen, wodurch ich bin auch blenden lassen habe. Aber das Innere kann man getrost wegwerfen. Für mich als Muaikgenießer ist das Handy vieeeel zu leise, und die Menügeschwindigkeit lässt auch zu wünschen übrig, ganz zu schweigen von der Beleuchtungsdauer die beim sms lesen und schreiben sehr lästig ist. Das Handy werde ich auf jeden Fall gegen ein anderes tauschen und rate jeden vom Kauf ab.

    Gruß

  3. 30.09.09 00:01 pehaowqbr (Gast)

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  4. 22.09.09 08:43 Snowwulf (Gast)

    Ich hab mir das Handy gekauft, und bin bisher vollkommen überzeugt. Bei mir wackelt weder der Schiebe-Mechanismus, noch stört mich die Schlaffunktion.

    Im Gegenteil, ich finde Sie äusserst gut, und die eingebaute Tipp-Funktion, mit der man sich die Zeit und das Datum anzeigen lassen kann ist einfach klasse. Super Spielerei.

    Ausserdem klingt es beim Telefonieren weder blechern noch in irgend einer Art hohl.

    Das einzige was mich ein wenig stört, ist das Aufladen mit Musik. Ich hätte gerne einfach MP3´s aufgespielt, das geht aber nicht so einfach wie bei anderen Handys. Ich hab Linux als Betriebssystem. Da muss ich jetzt immer in der Arbeit die Musik auf mein Handy übertragen, weil es kompatibel mit Windows ist.

    Ansonsten kann ich nur sagen:

    Top-Gerät

    Vielleicht hatte ich auch vorher nur schlechtere Erfahrungen mit anderen Beispiele:

    - Gebrochene Tasten / zerkratzte Displays durch tragen in der Hosentasche / Display-Ausfall / Gehäuse gebrochen / Fotos vollkommen verpixelt / Video-Aufnahmen ging gar nicht und so weiter.

    Also einfach selber mal in die Hand nehmen, und ein Bild von machen.

    Beste Grüße

    Der Snowwulf

  5. 19.09.09 21:41 Wolfman-Jack (Gast)

    Ich besitze das 6600i. Ich muss leider auch sagen, dass es nicht richtig funktioniert.

    Mechanisch ist der Slider eine Katastrophe, das ständige Gewackel zwischen Ober- und Unterteil nervt sehr.
    Ich hatte meines nach einer Woche zur Reparatur gegeben, auch der Chef der Reparaturfirma sagte sofort, dass hier etwas nicht stimmt.

    Nach 4 Wochen hatte ich mein Gerät wieder, mit dem Erfolg, dass der Slidermechanismus getauscht wurde, er aber nach wie vor stark wackelt.

    Ausserdem ist auch ein blöder Fehler wahrscheinlich nicht zu beheben.

    Beim Standartklingelton von Nokia (Nokia tune) und eingeschaltenem Vibrationsalarm hört man ständig während des Klingelns ein schlagendes Klopfen(in der Klingeltonwidergabe).

    Schaltet man den Vibrationsalarm ab, dann ist der Fehler verschwunden..
    Ich habe das nun an 3 Geräten probiert,immer mit dem selben Resultat.

  6. 19.09.09 14:58 Anonymous (Gast)

    möchte nochmal kurz auf den Schlafmodus zu sprechen kommen, damit ich hier richtig verstanden werde: manchmal möchte man sich vielleicht eine Nummer abschreiben, oder jemandem ein Foto zeigen - bis ich dem das handy gereicht hab, ist schon wieder alles schwarz. Logisch kann es in der Hosentasche ruhig schlafen, aber ich würde gerne auf die SEHR kurze Zeit selbst Einfluß nehmen können und variieren können. Nun verstanden ? Es soll ja auch nur ein Tip sein :-)

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