Sony Ericsson steckt in der Krise, die Verkaufszahlen sinken und echte Innovationen hat der Hersteller schon lange nicht mehr gezeigt. Mit neuen Smartphones wie dem Satio soll es wieder bergauf gehen. Sony Ericsson packt daher fast alles in das schicke Gehäuse, was technisch möglich ist. Aber reichen Touchscreen, GPS und eine Kamera mit 12 Megapixel aus, um an alte Erfolge anzuknüpfen? Areamobile beantwortet die Frage in einem ausführlichen Test des neuen Topmodells.
Sony Ericsson nennt für das Satio eine unverbindliche Preisempfehlung von stolzen 699 Euro. Wer so viel Geld für ein Handy ausgibt, erwartet sicherlich mehr, als der kümmerliche Lieferumfang hergibt. Denn in dem kleinen Karton liegen nur die Standards wie Ladekabel und Headset, sogar eine CD mit Software fehlt. Immerhin steckt eine microSD-Karte mit acht Gigabyte Speicherplatz bereits im Handy.
Die Enttäuschung über den mageren Lieferumfang verfliegt sofort, wenn man das Satio auspackt. Die silberne Farbgebung unseres Testgerätes wirkt vom ersten Augenblick sehr elegant und edel. Trotz der ausladenden Maße von 112x55x13 Millimetern und einem Gewicht von 126 Gramm macht das Handy keinen plumpen Eindruck. Selbst der hervorstehende Linsenschutz aus Aluminium, durch den das Satio sogar an der dicksten Stelle auf unglaubliche 17 Millimeter wächst, passt durch seine abgeflachte Form perfekt zum stimmigen Gesamtkonzept.
Sony Ericsson nutzt geschickt einen Material- und Designmix aus hochwertigem Kunststoff in silberner und chromglänzender Metalloptik, hinzu kommt echtes Metall auf der Rückseite. Als starker Kontrast zum hellen Silber wird das Display von einem tiefschwarzen Rahmen eingefasst. Das Design lebt auch von einem weiteren Gegensatz. Während Stirn- und Fußseite des Smartphones wie schon beim C905 stark abgerundet sind, fallen die anderen Kanten rechtwinkelig und scharf aus. Dadurch liegt das Satio zwar nicht ganz so gut in der Hand, wie das äußerst ergonomische HTC Hero mit seiner halbrund geschliffenen Rückseite, ist aber optisch umso ansprechender.
An den Seiten spiegeln chromfarbene Kunstoffeinlagen, darin eingelassen sind diverse Tasten für Kamera, Lautstärke und Displaysperre. Abgesehen vom Display sind diese Chromapplikationen am anfälligsten für Fingerabdrücke. Auch der Fastport ist in chromglänzende Seitenteile eingebettet. Das stört am silbernen Modell nicht nur optisch wegen der bronzefarbenen Metallkontakte, sondern ist auch äußerst unpraktisch. Wenn man das Headset angestöpselt, steht der rieisge Stecker nämlich weit ab. In eine enge Hosentasche gleitet das Satio dann nur noch mit Mühe.
An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Spaltmaße sind kaum auszumachen, alle Teile sitzen nahezu perfekt an ihrem Bestimmungsort. Trotz Kunststoffgehäuse kann man dem Pixelprotz nur unter großem Druck Knartzgeräusche entlocken. Unter einer stramm sitzenden Abdeckung steckt neben dem Fastport der Speicherkarten-Slot. Während sich der Hersteller offenbar nicht von seinem eigenwilligen Lade- und Datenanschluss trennen kann, hat das Joint Venture endlich den Schritt zu microSD als Speichermedium vollendet. Recht so, denn die M2-Sticks der älteren Sony Ericsson-Handys boten keine Vorteile und waren deutlich teurer als der weit verbreitete microSD- und microSDHC-Standard.
Besonderes Lob verdient der mächtige Linsenschutz auf der Rückseite des Satio. Er erinnert stark an das Samsung G800 - auch beim Sony Ericsson Satio assoziiert man die Abdeckung sofort mit einer Panzerplatte. Das weckt zwar Vertrauen in eine hohe Langlebigkeit, trägt aber mit etwa vier Millimetern wortwörtlich dick auf. Der Slider-Mechanismus des Linsenpanzers gleitet butterweich und dennoch bestimmt in die Endpositionen, wo er mit einem satten Schnalzgeräusch einrastet. Besser geht es kaum.
Das Sony Ericsson Satio hat einen riesigen Fastport-Anschluss auf der linken Seite | Foto: Areamobile.de
An anderer Stelle hat Sony Ericsson hingegen gespart. Der Akkudeckel sieht durch seinen silberne oder schwarzglänzende Farbgebung zwar schick aus, nimmt man ihn jedoch ab, zeigt sich seine wahre Beschaffenheit. Er besteht nämlich nur aus dünnem und sehr weichen Plastik. Schade eigentlich, Alu hätte hier perfekt hin gepasst.
Das Satio hat für ein Touchscreen-Handy überraschend viele Tasten. Auf der linken Seite befindet sich die Displaysperre, mit der man den Touchscreen, aber auch die Funktion der restlichen Tasten deaktiviert. Bei unserem Testgerät ließ sich allerdings trotz Display- und Tastensperre noch die Kamera aktivieren, wenn der mechanische Linsenschutz geöffnet wurde. Dadurch wird nicht nur die Display-Sperre komplett aufgehoben, auch alle Tasten lassen sich dann wieder nutzen.
Auf der rechten Seite platziert der Hersteller Lautstärkewippe, Schnellzugriff auf die Bildergalerie, Foto- und Video-Wahltaste sowie den Kameraauslöser. Die Qualität dieser Tasten schwankt stark. Bei unserem ersten Testgerät hätte die Lautstärkewippe sofort durch die Qualitätskontrolle fallen müssen. Sie war in beide Richtungen extrem schwergängig, die Seite zum Leiserstellen hatte darüber hinaus keinen erfühlbaren Druckpunkt und verhakte sich im Test sogar.
Beim unserem zweiten Testmodell gab es die Probleme mit der Lautstärkewippe zwar nicht, etwas teigig wirkten die Tasten trotzdem. Diese schwankende Verarbeitungsqualität passt nicht zum hochwertigen Eindruck, den das Satio sonst hinterlässt und dürfte eigentlich keinem namenhaften Hersteller passieren. An der Hardware wird sich auch bis zum Marktstart nichts mehr ändern, die beiden so unterschiedlichen Modelle entsprechen der Verkaufsversion. Bei den drei schmalen Tasten unter dem Display patzt Sony Ericsson aber nicht. Sie sind zwar etwas weicher als die restlichen Drücker gelagert, lassen sich aber hervorragend bedienen und sehen mit ihrer Wellenform sehr gut aus.
Die drei Tasten unter dem Touchscreen sehen nicht nur hübsch aus, sie lassen sich auch gut bedienen | Foto: Areamobile.de
Das Display bietet keine Superlative. Eine Diagonale von 3,5 Zoll im Breitbild-Format ist inzwischen Standard bei teuren Handys, bald kommen sogar erste Smartphones wie das HTC Leo mit 4,3-Zoll-Display auf den Markt. Auch die Auflösung kann nicht überzeugen. 360x640 Pixel sind in diesem Preissegment nur unterdurchschnittlich, die Konkurrenz ist längst bei 480x800 Bildpunkten angekommen. Nur bei der Anzahl der Farben setzt sich das Satio gegen die Smartphones mit Windows Mobile durch. Während die nämlich nur 65.000 Farben darstellen, schafft das schicke Kamerahandy von Sony Ericsson 16 Millionen Farben.
Was auf dem Papier niemanden vom Hocker reißt, schlägt sich in der Realität sehr ordentlich. Schrift, Symbole und Grafiken werden sehr scharf und kontrastreich dargestellt. Außerdem reagiert der resistive Touchscreen höchst sensibel auf Berührung, auch wenn das je nach Anwendung leicht variiert. Vom guten Ansprechverhalten profitieren auch Vielschreiber von SMS oder E-Mails. Im Querformat lässt sich eine Volltastatur einstellen, deren Tastengröße und Genauigkeit hohes Schreibtempo mit zwei Daumen zulässt.
Allerdings wird die große Volltastatur ausschließlich im Querformat angezeigt. Im Hochformat muss man manuell eine kleinere Volltastatur einstellen, automatisch wechselt das Satio das Tastatur-Layout nicht. Bei der Eingabe eines WLAN-Schlüssels kann man überhaupt nicht auf eine Volltastatur zugreifen, sondern muss mit einer Zifferntastatur auskommen. Die Handschrifterkennung funktioniert tadellos, schneller geht es aber mit der Volltastatur.
Abgesehen von Display und Kamerablitz gibt es noch drei weitere Lichtquellen am Satio. Schiebt man den mechanischen Linsenschutz zurück glimmt dahinter ein dünner LED-Faden blau auf und erlischt nach einigen Sekunden wieder. Außerdem erwacht ein ebenfalls blaues Lichtband rund um den Kameraauslöser zum Leben. Die dritte Lichtquelle ist eine kleine LED links über dem Display, die rot leuchtet, wenn der Akku schwächelt und auf grün wechselt, wenn das Satio aufgeladen ist.
Schon klar. Nur das N97 (und auch das N97mini) sind der noch größere Krempel.
Ich arbeite ebenfals in der Mobilfunkbranche. 20 verkaufte N97 = 16 Reparaturen !!!
Hehe, ich hab das Satio gewonnen!!! =)=)=)
Voll toll, freu mich schon!
Das Sony Ericsson Satio gibt es Aktuell für 350,00 EUR ohne Simlock und ohne Branding bei Ebay! Kauft es euch leute es lohnt sich :-) Ich habe es schon seit 3 Monaten und ich bin Happy. Ich würde es mir immer wieder kaufen.
Ich habe bis jetzt auch nie mit den Fastport anschlüssen probleme gehabt! Und ich habe schon 7 Handys in laufe der Jahre von sony ericsson gehabt, Und ich werde auch weiterhin Handys und Smartphones von Sony ericsson kaufen!!! :-)
Also ich habe das Satio seid 5 Monaten und habe noch keinen wackelkontakt bekommen! Ich bin zu 100% überzeugter Sony Ericsson Fan, und da könnt ihr schreiben was ihr wollt! Und ausserdem lasst ihr euch viel zu viel beinflussen von ergentwelchen Tests.Wenn du 50 Leute fragst hast du auch 50 verschiedene Meinungen. Testet selbst und enscheidet dann, als euch beeinflussen zu lassen und ständig hier rum zumaulen obwohl einige von euch das Satio nie in den Häden gehalten habt.
Also ich finde diese Beurteilung etwas lächerlich... man kann doch nicht ein Gerät allen anderen gegenüberstellen und dann sagen, dass es bessere gibt... klar gibt es in der einen oder adneren Disziplin bessere Geräte, aber der große Vorteil des Satio ist die Vereinigung aller Features, und das macht das Satio besser als die Konkurrenz.