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Mega-Kamera mit Bedienschwächen Sony Ericsson Satio

Spezialanwendungen, Java & Navigation

Typisch S60: Wahl der Zugangspunkte beim Sony Ericsson Satio

Typisch S60: Wahl der Zugangspunkte beim Sony Ericsson Satio | Foto: Areamobile.de

Vertraut man JBenchmark, dann ist das Satio eine absolute Spielemaschine. Sehr gute 758 Punkte im 2D-Test und hervorragende 21-27 Bilder pro Sekunde im 3D-Benchmark zeigen deutlich, dass die Hardware samt Grafik-Co-Prozessor extrem Leistungsstark ist. An Zusatzprogrammen findet man die typischen Alltagshelfer wie Timer, Stoppuhr und Taschenrechner. Adobe PDF und Quickoffice warten ebenfalls im Speicher auf ihre Nutzung, allerdings können Dokumente nur betrachtet werden. Zum Bearbeiten und Erstellen neuer Schriftstücke muss man die Quickoffice-Vollversion kaufen. Das Installieren von Demoversionen ist leider inzwischen eine normale Vorgehensweise der Hersteller.

Die typische Demoflut an Spielen - wie bei Samsung üblich - fehlt. Stattdessen installiert Sony Ericsson zwei kleine Vollversionen zur Unterhaltung, die in ihrer einfachen Darstellung stark an angestaubte Windows-Klassiker erinnern. In Labyrinth muss man eine Kugel per Lagesensor und Neigung des Handys durch einen Irrgarten lotsen, hinter dem Titel Sudoku verbirgt sich das gleichnamige Knobelspiel. Ansonsten gibt es nur den typischen Direktzugang zu PlayNow, dessen Aufruf in unserem Test aber nur mit einer Fehlermeldung quittiert wurde.

Das Satio verfügt über einen GPS-Chip, ein großes Touchdisplay und ein Smartphone-Betriebssystem. Google Maps ist vorinstalliert, einer Nutzung als vollweriges Navigationsgerät steht aber nichts im Wege. Sony Ericsson hat aus diesem Grund gleich Wisepilot von Apello installiert. Viel Platz nimmt die Navigationslösung nicht ein, da es sich um eine Offboard-Lösung handelt. Dadurch fallen bei der Nutzung Datenkosten an, weil das Kartenmaterial ständig über das Internet bezogen werden muss. Nach Ablauf der Testversion verlangt der Hersteller den frechen Preis von 99 Euro für eine Einjahreslizenz, bei zwei Jahren sogar 159 Euro. Für so viel Geld bekommt locker eine Onboard-Lösung von namenhaften Herstellern wie Tomtom oder Navigon. Beides kann man nicht nur zeitlich begrenzt, sondern lebenslang nutzen.

Menüführung & Bediencharakteristika

Sony Ericsson Satio Startbildschirm

Sony Ericsson Satio Startbildschirm | Foto: Areamobile.de

Die Ausstattung des Sony Ericsson Satio ist in Ordnung, aber nicht überragend. Das Smartphone ist ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn man ein Handy schon früh ankündigt, aber spät auf den Markt bringt. Als das Satio auf dem Mobile World Congress in Barcelona im Februar 2009 unter der Bezeichnung Idou vorgestellt wurde, waren die technischen Daten des Displays und vor allem der Kamera Spitzenklasse, doch inzwischen hat fast jedes Highend-Modell der Konkurrenz eine höhere Auflösung von 800x480 Pixel - und die erste Kamera mit 12 Megapixel ist mit dem Pixon12 von Samsung bereits auf dem Markt.

Eine längere Entwicklungszeit bringt auch Vorteile, schließlich kann man aus den Fehlern der Konkurrenz lernen. Sony Ericsson hat das leider nicht getan. Nachdem der Hersteller Symbian UIQ aufgegeben hat, nutzt er im Satio erstmals Symbian S60 als Betriebssystem. Das musste sich in der für Touchscreen-Bedienung angepassten 5th Edition bereits herstellerübergreifend herbe Kritik gefallen lassen. Neben den Geräten Nokia 5800 und N97 krankt auch das Samsung i8910 an der teilweise widersprüchlichen und nervigen Bedienlogik. Für Sony Ericsson ist das offenbar kein Grund, etwas daran zu ändern. Daher sieht S60 auf dem Satio - bis auf einen anderen Startbildschirm und teilweise geänderte Menü-Logos - genauso aus, wie auf den genannten Geräten. Viel schlimmer ist jedoch die Tatsache, dass sich das Topmodell der Briten genauso mies steuern lässt. In den meisten Menüs muss man zweimal auf die Unterpunkte klicken, um das Satio zu einer Aktion zu bewegen: einmal zum Anwählen und einmal zum Bestätigen. In Kontextmenüs wie etwa im Musik-Player reicht dafür ein Klick.

Aber hier ist man gezwungen, ausschließlich über den viel zu schmalen Sroll-Balken am rechten Rand zu navigieren. Von allen anderen Touchphones ist man an eine andere Bedienung gewöhnt. Da scrollt man durch Menüs, indem man die Menüpunkte logisch korrekt nach oben wegschiebt - beim Satio ist es genau anders herum. Will man nicht den Scrollbalken am rechten Display-Rand nutzen, muss man den Finger zum oberen Rand des Displays bewegen und ihn dort halten, dann scrollt das Handy nach oben. Erst nach längerer Zeit gewöhnt man sich an diese komplizierte Steuerung.

Sony Ericsson Satio Hauptmenü

Sony Ericsson Satio Hauptmenü | Foto: Areamobile.de

Auch im Browser nerven diverse Kleinigkeiten. Kinetic Scrolling fehlt ganz, noch schlimmer sind die ständigen Nachfragen nach Zugangspunkten zum Internet und die doppelten Bestätigungen bei der Eingabe von Web-Adressen. Wenigstens den Startbildschirm hat Sony Ericsson verändert. Er ist sehr hübsch, aber nicht unbedingt praktisch geworden. Ähnlich wie bei Android OS kann man zwischen mehreren Startbildschirmen hin und her wechseln, in dem man mit dem Finger horizontal über das Display streicht. Ein Homescreen bietet Platz für zahlreiche Browser-Bookmarks, ein weiterer für spezielle Kontakte, die dort auch mit Foto angezeigt werden. Weiterhin gibt es den bereits beschriebenen Fotobetrachter und eine weitere Seite für Programm-Schnellzugriffe.

Auf dem zentralen Hauptbildschirm wäre viel Platz für Widgets gewesen, die gibt es aber beim Satio leider nicht. Stattdessen hat man hier am oberen Display-Rand kleine Symbole für die unterschiedlichen Homescreens. Am unteren Rand gibt es Icons, mit denen man die Wähltastatur aufruft, zur Mediengalerie gelangt, ins Postfach wechselt und die praktische Google-Suche aktiviert. Darüber befindet sich ein transparentes Fenster, über das man direkt zum Musikplayer gelangt. Ist er aktiv und man wechselt auf den Startbildschirm zurück, wird hier auch das aktuelle Lied angezeigt und man kann die Songs mit zusätzlich eingeblendeten Bedienelementen wechseln.

Auf Sprachwahl- oder gar Steuerung verzichtet der Hersteller beim Satio. Zu den vorgegebenen sechs Telefonprofilen lassen sich weitere hinzufügen. Der wichtige Offline-Modus ist schon mit dabei.

Um den Taskmanager zu erreichen, muss die Menü-Taste unter dem Display länger gedrückt werden. So praktisch wie bei Windows Mobile ist der nicht, man sieht zwar im Hintergrund laufende Programme und kann sie auch anwählen, aber nur einzeln löschen. Das klappt nur, wenn man zuvor umständlich das entsprechende Programm-Icon länger gedrückt hält.

In einigen Bereichen wie etwa dem gelungenen Bildbetrachter auf einem der Startbildschirme reagiert das Satio ultrafix auf Eingaben und spult auch aufwändige Grafik-Darstellungen flüssig ab. JBenchmark bestätigt diese Eindrücke mit sehr guten Werten. Versucht man allerdings, neue Programme zu starten, kommt es bisweilen zu kurzen Wartezeiten. Die sind zwar nicht schlimm - aber sie überraschen wegen der Spitzenleistung an anderen Stellen.

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Kommentare
  1. 09.10.11 03:06 Anonymous (Gast)
    nicht gut!

    ich habe diese handy mit grossen erwartungen gekauft und war extrem enttäuscht! der touchscreen ist extrem ungenau und man braucht desewegen unendlich zeit zum sms schreiben!

  2. 20.05.11 06:56 lowprofil (Gast)
    satio

    ihr müsst ab und zu mal die firmware neu auflegen nach 4 - 5 monaten damit es nicht lamgsamer wird genau wie mit windows !

  3. 27.04.11 19:45 binSauer (Gast)
    Satio Handy akku gleich NULL

    Ich habe das Handy Satio von Sony Ericsson und bin eigentlich sehr zufrieden, nur finde es aber wirklich bedauerlich das der Akku so schnell seinen Dienst aufgibt!!!Nachdem ich ein Akku aus dem Internet bestellt habe, gab dieses Akku noch schneller den Geist auf, wie das Originale beim kauf des Handys. Wobei das neue Akku aus dem Internet auch mit "Original" verkauft wurde. Jetzt wollte ich direkt bei Sony ein neues, wirklich "originales" Akku bestellen, nur leider verkaufen sie von Satio kein Akku mehr...Jetzt frage ich mich allen ernstes, warum verkauft Sony dann überhaupt das Handy noch, wenn man an das Akku überhaupt nicht mehr ran kommt? Wie solll ich dann überhaupt noch ein Akku bekommen, dass nicht gleich einen Tag später den Geist aufgibt???
    Fragen über Fragen...

  4. 21.02.11 14:10 FDMG (Gast)
    gailll

    super handy!!!!!!!

  5. 08.01.11 14:36 Anonymous (Gast)
    liebe

    ich habe dieses handy so sehr geliebt.hab extra 2 verträge abgeschlossen,weil es mir das erste mal geklaut wurde...aber das 2te wurde mir dann auch geklaut -.-
    es ist zwar dick und schwer.n richtiger klobber,aber die kamera und das design sind unschlagbar.ich war rundum damit zufrieden.brauchte zwar etwas zeit um damit kla zu kommen,aber letztendlich war es das tollste handy das ich bis jetzt hatte.vermisse es so sehr....werds mir wohl bald wieder holen...=(

  6. 15.12.10 20:57 MrTobi (Handy Profi)

    gabs das symbian 3 update dafür?

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