Das Palm Pre ist ein großer Hoffnungsträger - nicht nur für den Hersteller, sondern auch für die Nutzer. Denn sie bekommen mit dem neuen Betriebssystem webOS eine fingerfreundliche Alternative, die es am ehesten noch mit dem iPhone aufnehmen kann. In Deutschland wird das Pre exklusiv bei o2 angeboten. In einem ausführlichen Test zeigt areamobile, dass das Smartphone die hohen Erwartungen nicht erfüllen kann.
Im außergewöhnlich geformten Lieferkarton sieht alles noch ganz gut aus. Wie das iPhone liegt das schwarze Palm Pre in einer Plexiglas-Schale obenauf, darunter findet man außer den Standards noch eine Schutzhülle aus Mikrofaser.
Über die billigen Materialien und die mäßige Verarbeitung war bislang kaum etwas zu hören. Dabei fällt beides sofort auf, wenn man das Pre aus dem Lieferkarton nimmt. Das etwas pummelig wirkende Smartphone quietscht und knarzt bei jeder Berührung. Das liegt am billigen Akkudeckel, der die komplette Rückseite einhüllt und aus dünnem Plastik besteht. Will man ihn entfernen, benötigt man nicht nur Geschick, sondern auch eine Portion Gewalt.
Für den Lautsprecher hat Palm nur zahllose Mini-Löcher in das Plastik gestanzt, an einer Stelle waren bei unserem Testmodell nicht einmal die Grate sauber entfernt. Der Akkudeckel ist so dünn, dass man die Rückseite des Pre mit geringem Kraftaufwand einige Millimeter eindrücken kann. Schaut man genau hin, stellt man fest, dass die Rückseite nicht optimal sitzt und Ober- und Unterteil des Sliders problemlos näher zusammendrückt werden können. Perfekte Verarbeitung sieht anders aus. Noch schlimmer wird es, wenn man das Handy aufschiebt. Zwar ist der Slider-Mechanismus ausreichend stramm gefedert und rastet auch mit einem satten Schnalz-Geräusch in die Endpositionen ein, allerdings hört man dabei das schleifende Geräusch von Plastik, das auf Plastik reibt. Das klingt billig.
Der Schwerpunkt liegt nicht mittig, dadurch ist das Pre kopflastig. Um die Tastatur kann man den scharfen Rand erahnen | Foto: Areamobile
Sonderlich dünn konnte das Pre als Slider nicht werden, etwas eleganter hätte es aber ruhig sein dürfen. Dass es trotz Volltastatur auch schmaler als 17 Millimeter geht, zeigt Nokia mit dem E75. Versucht man, das Pre mit einer Hand auf- und zu zu schieben, muss man außerdem zwangsläufig mitten auf das Display drücken, denn sonst findet der Daumen keinen Halt. Das führt ständig zu Fingerabdrücken auf dem Bildschirm. Beinahe schon gefährlich ist im aufgeschobenen Zustand das Slider-Unterteil, das der Volltastatur Platz bietet. Die Plastik-Einfassung ist derart scharfkantig, dass man Angst haben muss, sich daran zu schneiden.
Durch seine starken Rundungen im geschlossenen Zustand sieht das Pre ziemlich pummelig und langweilig aus, trotz Kunststoffgehäuse wiegt es stolze 135 Gramm. Auf der Frontseite gibt es nur zwei Dinge, die nicht schwarz sind: die silbrig-graue Abdeckung des Telefonlautsprechers und die runde Minitaste unter dem Display. Ähnlich dezente Farbakzente setzt Palm auch auf der Rückseite. Dort wird die Fotolinse von einem schmalen Chromrahmen eingefasst, zusätzlich glänzt der Hersteller-Schriftzug in Chromoptik. An einer Stelle sieht man sogar echtes Metall. Die Rückseite des Slider-Oberteils wird nämlich von einem dünnen Stahlblech verdeckt. Es ist poliert und dient so als Spiegel für Selbstportraits mit der Kamera.
Das kapazitive Touch-Display des Palm Pre ist im Vergleich zu aktuellen Handys klein ausgefallen, reagiert aber sehr sensibel auf Eingaben. Berührungen werden vom Betriebssystem mit einer kleinen grafischen Darstellung bestätigt, die an Wellen auf dem Wasser erinnern, wenn man etwas hineinwirft. Mit 3,1 Zoll Diagonale und einer Auflösung von nur 480x320 Pixel kann das Smartphone nicht mit der Konkurrenz mithalten. Zum Vergleich: In einigen Wochen kommt das HTC HD2 auf den Markt. Mit einer überragenden Display-Diagonale von 4,3 Zoll und einer Auflösung von 800x480 Bildpunkten markiert es die neue Obergrenze für Handys. Allerdings gibt es nur 65.000 Farben wieder, das kann das Pre mit 16 Millionen Farben deutlich besser.
Trotz der nicht gerade überzeugenden technischen Daten schlägt sich das Display des neuen Palm-Hoffnungsträgers im Alltag sehr gut. Unschöne Treppchenbildung bei Schrift oder Grafiken fällt kaum auf, außerdem kann man das Display auch bei Sonneneinstrahlung noch vergleichsweise gut ablesen. Das dürfte auch an der hohen Helligkeit liegen, die sich allerdings nur manuell einstellen lässt. Einen Sensor für die automatische Anpassung der Display-Beleuchtung an die Umgebungshelligkeit hat das Pre nämlich nicht. Störend und unverständlich: Die Tastaturbeleuchtung ist an die Display-Helligkeit gekoppelt. Sinnvoll erscheint das nicht, denn gerade bei Dunkelheit möchte man ein vergleichsweise dunkles Display, aber eine helle Tastaturbeleuchtung haben.
Für ganze Spielfilme ist das Display trotz scharfer Darstellung und 16 Millionen Farben zu klein | Foto: Areamobile
Zusätzlich zum Display ist auch eine schmale Fläche darunter berührungsempfindlich. Dort lassen sich Gesten ausführen, mit denen man in Menüs wieder einen Schritt zurück kommt, im Browser scrollen kann oder in nahezu jeder Anwendung ein Wellenmenü mit wichtigen Funktionen aufrufen kann. Eine Berührung des Pads quitiert das Palm Pre mit kurzem aufglimmen der einzigen Taste auf der Handyfront, Gesten bestätigt es durch das Aufblinken zweier LEDs, die sonst unter schwarzem Kunststoff verborgen bleiben.
Eine Berührung des Gestenbereiches quittiert das Pre mit dem aufglimmen von zwei sonst verborgenen LEDs | Foto: Areamobile
Die Volltastatur ist eine Katastrophe. Die einzelnen Tasten bestehen aus einem weichen Gummimaterial, sind viel zu klein und sitzen zu eng beieinander. Noch dazu sind sie unzureichend konturiert und lassen sie sich dadurch schlecht erfühlen. Außerdem liegt der Schwerpunkt des Handys im aufgeschobenen Zustand so weit oben, dass man es gut festhalten muss, damit es nicht vorn über fällt. Blackberry macht es bei seinem Einsteigergerät 8520 deutlich besser. Schnelles Schreiben ist beim Pre auch nach einer Eingewöhnungszeit kaum möglich. Umlaute lassen sich nur umständlich über die Symbol-Taste ansteuern, immerhin gibt es eigene Tasten für Punkt, Komma und @-Zeichen. Insgesamt macht es die Konkurrenz besser. Wer lieber zu einer virtuellen Tastatur wechseln möchte, wird enttäuscht. Es gibt nämlich keine.
Oben rechts auf dem Gerät befindet sich der Power-Knopf, mit dem sich das Display deaktivieren und der Flugzeugmodus einschalten lässt. Direkt daneben hat Palm wieder den Stummschalter für Klingeltöne angebracht. Als letztes gibt es noch eine Lautstärkewippe.
Ich hatte bis vor 2 Wochen auch noch ein Pre... und ich muss sagen "Das Teil is wirklich ne Zumutung" ich habe damals gedacht, es wär ein guter Iphone-Ersatz. Leider sind wir mit der Firma bei O2.... also hab ichs mir zum Launch geholt.... es ist unmöglich mit diesem "Telefon" beruflich, professionell zu arbeiten.... bei meiner Audi-Freisprechanlage brach ständig die Bluetoothverbindung ab.... Akku hielt bei BT-Verbindung maximal 4 Stunden usw. usf.
Zum Glück hatte ein guter Freund vor 2 Wochen ein sehr gut erhaltenes Iphone 3GS für wenig Geld abzugeben.... seit dem ist alles so wie es sein sollte....
Fazit:
Bei dem Schrott, den Palm da, sowohl hardware- als auch softwaretechnisch verkauft wundert es mich nicht, dass die pleite sind und Apple dagegen zum erfolgreichsten Computerunternehmen der Welt geworden ist....
Peace
das Palm ist ne Billige iPhone Kopie. Mit schlechter Tastatur
hahaha ich lach mich tot..."die sehr scharfkantige unterseite der tastatur ist gefährlich"...habt ihr nen knall? (das geht an aeromobile und meinen vorredner der hoerst)nichtmal einen pfund geschmolzene butter würde man damit durchkriegen!
ich bin echt froh mir diesen schon fast reißerischen testbericht nicht durchgelesen zu haben bevor ich mir meinen palm pre geholt habe.
noch nie war ich mit einem handy von anfang an so zufrieden. natürlich gestehe ich den testern ein, dass sie eine sehr frühe version des webos hatten. nun hält der akku aber länger, die anwendungen starten schneller und es ist sowieso alles besser ;)
vielleicht solltet ihr das post skriptum noch einfügen, damit iht wie ne seriöse seite rüberkommen könnt...
Hallo zusammen, ich habe jetzt nicht den gesamten Thread durchgelesen und falls dies schon angesprochen bzw. korrigiert wurde oder es durch neuere WebOS-Updates behoben wurde, betrachtet diesen Beitrag bitte als hinfällig.
Nachdem ich mir Euren Test und den Überblick vom Palm Pre engesehen habe, sind mir einige gravierende Fehler in Eurer Berichterstattung aufgefallen !
1. Laut eurer Übersicht kann man im Palm keine URLs bzw. Webseiten bei Kontakten hinzufügen. Das ist falsch, man kann einem Kontakt mehrere (ich weiss icht wie viele, aber auf jeden fall mehr als 2, ich denke beliebig viele) Webseiten zuordnen.
2.Laut Eurem Testbericht kann man beim Musikplayer nicht per "Drag&Drop" bei einem Lied vorspulen und es würde keine "bar" geben, die den Vortschritt eines Liedes anzeigen würde. Das ist nicht korrekt, man muss nur auf das Feld tippen, wo der Interpret und der Liedname angezeigt werden, dann wird eine Fortschrittsanzeige eingeblendet, die man auch verschieben kann.
3. Laut Eurer Übersichtsseite stellt das Palm Pre nur 65.000 Farben dar, das ist falsch. Das Display des Palm Pre stellt 16,7 Mio Farben dar.
4. Laut Eurer Übersichtsseite hat das Palm Pre bei HSDPA eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von 3,6 Mbps, das ist falsch. Das Palm Pre hat eine HSDPA-Übertragungsgeschwindigkeit von 7,2 Mbps.
Habe den Palm Pre nach einigen Tagen enttäuscht wieder zurück an o2 geschickt. Da bleibe ich lieber beim Blackberry. Die Verarbeitung des Pre ist eine einzige Zumutung. Ober- und Unterteil lassen sich im geschlossenen Zustand seitlich bewegen. Der Akku hält nicht mal einen Tag durch. Auch die sehr scharfkantige Unterseite der Tastatur ist gefährlich. Vom Design her ist jedoch top. Aber die inneren Werte und schlechte Verarbeitung sind nicht akzeptabel.
@Metaxx
Ich benutzt auch eine Bluetooth Verbindung und ich muss sagen, sie hält immer stand.
Auch so bin ich von WebOS Begeistert und die Systemgeschwindigkeit sehr schnell.
Ich persönlich hab es auch lust und laune auf 1 Ghz übertaktet und daher muss ich sagen, mein liebstes Handy, so schnell gebe ich es nicht mehr her!