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Das Windows phone mit Software-Schwächen Samsung Omnia II

Einleitung

Vor mehr als einem Jahr kam das i900 Omnia von Samsung auf den Markt und wurde schnell zu einem Verkaufsschlager. Jetzt ist der Nachfolger da und er kann alles noch einmal deutlich besser. Ein flotterer Prozessor sorgt für schnelleren Alltagsbetrieb, das neue Windows Mobile 6.5 eröffnet außerdem ganz neue Möglichkeiten wie etwa den Software-Download über den Market Place. Ob das reicht, um wieder zum Megaseller zu werden, klärt areamobile in einem ausführlichen Test.

Im Test: Samsung Omnia II | Foto: Areamobile

Im Test: Samsung Omnia II | Foto: Areamobile

 

Lieferumfang

Außer einer Schutzhülle für das Smartphone findet man nur die Standards im Karton. Eine Speicherkarte sucht man vergeblich - die ist aber in Anbetracht von acht Gigabyte internem Speicher nicht zwingend erforderlich. Die ursprünglich geplanten Varianten des Omnia II mit 2 und 16 Gigabyte wird es zumindest in näherer Zukunft nicht geben, sagte Samsung auf Anfrage.

Besonderes Extra im Lieferumfang: Die Schutzhülle | Foto: Areamobile

Besonderes Extra im Lieferumfang: Die Schutzhülle | Foto: Areamobile

 

Design & Verarbeitung

Beim Design orientiert sich der Hersteller an Modellen wie dem Samsung Jet. Das ist sogar noch eine Untertreibung, denn hätte das Omnia II auch so einen rot schimmernden Akkudeckel wie das Düsenjäger-Handy, dann gingen beide Geräte als eineiige Zwillinge durch. Abgesehen von der rückseitigen Abdeckung ist der einzige Unterschied der kleine "8 GB"-Aufdruck, der beim Omnia II oben links neben den Lautsprecher gedruckt wurde. Das filigrane Lautsprechergrating ist wie beim Jet aus schwarzem Blech gestanzt, rechts daneben befinden sich die Zweitkamera für Videotelefonie und der Umgebungslichtsensor, der automatisch die Displayhelligkeit regelt.

Eines der wenigen äußeren Unterscheidungsmerkmale des Omnia II zum Samsung Jet: der 8GB-Aufdruck | Foto: Areamobile

Eines der wenigen Unterscheidungsmerkmale zwischen Omnia II und Samsung Jet: der 8GB-Aufdruck | Foto: areamobile

 

Unter dem Display sind die gleichen drei Tasten eingebaut, die auch das Jet verzieren. Die Symbole der beiden äußeren Drücker sind leicht erhaben und glänzen in Chrom-Optik. Auch der Rahmen um die rautenförmige mittlere Taste glänzt chromfarben, der durchsichtige Kunststoff innerhalb der Einfassung ist wie ein Edelstein facettenartig geschliffen. Der Rest der Front wird vom riesigen Display eingenommen. Auch die seitlichen Tasten wurden genauso angeordnet, wie beim Jet. Auf der linken Seite sitzt am oberen Ende die Lautstärkewippe, rechts die Tasten für Kamera, Zurück-Funktion und zum Sperren des Displays.

Die Symbole auf den Tasten unter dem Display glänzen in Chrom-Optik und sind leicht erhaben | Foto: Areamobile

Die Symbole auf den Tasten unter dem Display glänzen in Chrom-Optik und sind leicht erhaben | Foto: Areamobile

 

Auf der Stirnseite findet man den 3,5-Millimeter-Anschluss für Standard-Kopfhörer neben dem USB-Port, der von einer stramm sitzenden Schutzkappe verschlossen wird. Auch auf der Rückseite gibt es nichts Neues zu entdecken. Die in einen Chromrahmen gebettete Kamera durchbricht den schmucklosen Akkudeckel an der gleichen Stelle wie beim Jet, nur die Öffnung für den Außenlautsprecher wurde weiter an den Rand verschoben. Die Rückseite muss mit leichter Gewalt vom Handy entfernt werden, wenn man an den microSD-Karten-Slot möchte. Der fasst microSDHC-Karten bis zu einer Größe von 32 Gigabyte.

Neben dem 3,5-Millimeter-Ausgang für herkömmliche Kopfhörer wurde unter einer Schutzkappe der microUSB-Port platziert | Foto: Areamobile

Neben dem 3,5-Millimeter-Ausgang für Kopfhörer wurde unter einer Schutzkappe der microUSB-Port platziert | Foto: Areamobile

 

Trotz der vielen Übereinstimmungen gibt es noch einen gravierenden Unterschied: die Größe. Das Omnia II ist mit 118x60 Millimetern gut einen Zentimeter länger und einen halben Zentimeter breiter als das Jet. Trotzdem sind beide Geräte mit knapp 12 Millimetern gleich dünn. Der Größenzuwachs macht sich beim Gewicht bemerkbar. Mit knapp 130 Gramm ist das Windows phone fast 20 Gramm schwerer.

Fast wie ein Suchspiel im Nachtprogramm: Samsung Jet (li.) und Omnia II, wo sind die Unterschiede? | Foto: Areamobile

Fast wie ein Suchspiel im Nachtprogramm: Samsung Jet (li.) und Omnia II, wo sind die Unterschiede? | Foto: Areamobile

 

An der Verarbeitungsqualität gibt es nichts auszusetzen. Wie von Samsung gewohnt sitzen alle Teile passgenau, nichts wackelt oder quietscht. Staub hat beim Omnia II auch kaum Chancen, ins Gehäuseinnere vorzudringen, denn es gibt nur wenige unverschlossene Öffnungen. Spaltmaße fallen so gering und gleichmäßig aus, dass man ohne Übertreibung von "perfekt" sprechen kann.

Das Display und die glatte Klavierlack-Oberfläche des i8000 ziehen Fingerabdrücke magisch an | Foto: Areamobile

Das Display und die glatte Klavierlack-Oberfläche des i8000 ziehen Fingerabdrücke magisch an | Foto: Areamobile

 

Einen Makel hat das Omnia II aber auf jeden Fall: Wer das Handy sauber halten will, kommt aus dem Putzen nicht heraus. Denn durch das große Display und den glatten Klavierlack-Akkudeckel zieht das Smartphone mehr Fettfinger an, als die meisten anderen Handys auf dem Markt.

Display & Tastatur

Das Omnia II hat eines der größten AMOLED-Displays, das in Handys zum Einsatz kommt. Es ist 3,7 Zoll groß und hat die scharfe Auflösung von 800x480 Pixel. Obwohl es nur 65.000 Farben darstellt, ist die Darstellungsqualität des Displays über alle Zweifel erhaben. Die AMOLED-Technologie spart nicht nur Strom, sondern stellt Farben auch intensiver dar. Herkömmliche LCDs schaffen diese Darstellungsbrillanz nicht. Auch der Winkel, in dem man noch etwas auf dem Display erkennen kann, fällt sehr hoch aus. Nur unter Sonneneinstrahlung ist wenig zu erkennen - das aber bei fast allen Handys schwierig.

Der Stylus lässt sich nicht in das Gehäuse des Omnia II integrieren, sondern nur außen festbinden. Wegen des sensiblen Touchscreens kommt aber aber auch ohne ihn aus | Foto: Areamobile

Der Stylus lässt sich nicht in das Gehäuse des Omnia II integrieren, sondern nur außen festbinden. Wegen des sensiblen Touchscreens kommt man aber aber ohne aus | Foto: Areamobile

 

Das Panel des Omnia II ist resistiv, ein Stylus liegt daher im Lieferkarton. Leider kann man den Stift wie schon beim Vorgänger i900 nicht in das Gerät integrieren, sondern nur daran festbinden. Doch die Samsung-Benutzeroberfläche Touchwiz 2.0 mit ihren großen Symbolen sorgt zusammen mit dem sensibel ansprechenden Touchscreen dafür, dass man sehr gut mit dem Finger auskommt. Nur in den tiefsten Einstellungsmenüs von Windows wünscht man sich bisweilen den Stift.

Fingerfreundliche Icons auch auf dem Startbildschirm | Foto: Areamobile

Fingerfreundliche Icons auch auf dem Startbildschirm | Foto: Areamobile

 

Die virtuelle Volltastatur des Omnia II lässt sich im Querformat hervorragend bedienen, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, die einzelnen Tasten mit einem gewissen Druck anzusteuern und nicht wie bei einem kapazitiven Display nur leicht zu berühren. Da sie sehr groß ausfallen, kann man zielsicher mit zwei Daumen tippen und kommt damit fast auf die Schreibgeschwindigkeit, die man mit einer guten physischen Tastatur wie vom HTC Touch Pro 2 erreicht. Jede Eingabe quittiert das Gerät mit einem kurzen Vibrieren, was das Schreiben zusätzlich erleichtert. Im Hochformat sieht das schon ganz anders aus. Einhändiges Tippen führt oft zu Schreibfehlern, weil der Daumen das Ziel verfehlt. Ohne Stylus ist man da aufgeschmissen.

Auf dem Omnia II schreibt man fast so schnell, wie auf einem Handy mit echter Volltastatur | Foto: Areamobile

Auf dem Omnia II schreibt man fast so schnell, wie auf einem Handy mit echter Volltastatur | Foto: Areamobile

 

Der Wechsel der Displayausrichtung dauerte bei unserem Testgerät mit bis zu vier Sekunden erstaunlich lang. Da sollte Samsung noch einmal nachbessern. Die Hardware-Tasten unter dem Display und an den Handyseiten funktionieren hervorragend, denn Druckpunkt und Tastenhub sind perfekt ausgebildet.

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Kommentare
  1. 27.02.10 15:34 mikael (Gast)

    Frage 1: Wird man Windows Phone 7 auf dem OMNIA 2 istallieren können ?
    Frage 2: Wenn man Deckel abnimmt, sieht man einen kleinen runden Anschluss, der nirgends beschrieben wird. Was ist das ?
    mit vielen Grüssen

  2. 13.02.10 23:11 Chriswr3 (Gast)
    Feedback an die Ahnungslosen ;-)

    Ihr jabt teilweise Recht und Unrecht...
    Ja, mein Omnia II ist langsam: beim Einschalten und nach diversen touch-Ereignissen.
    Aber es liegt m.E nicht am Telefon sondern am Samsung GUI, denn SW läuft flüssig und schnell, auch unter WM 5.6 klappt alles ohne Probleme.
    Einige kleine bugs gibt es noch (z.B. Kalender Teilnehmer der Besprechungen werden als Unbekannt betitelt und mit Namen - Replik läuft übrigens mit Mnotes 4.x / oder Bearbeiten von Telefonbucheinträgen etwas hakelig).
    Ich warte mal aufs Firmware-Update.
    Insgesamt aber ein Top-Telefon!
    5 von 5 Sternen.
    Gruß
    Chriswr3

  3. 03.02.10 11:57 Anonymous (Gast)

    kann.. :D

  4. 03.02.10 11:56 Anonymous (Gast)

    Weiß vllt. jemand wo man den omnia am billigsten bekommen kan?

  5. 15.12.09 20:56 Anonymous (Gast)

    Google -> spb mobile shell !! kostet c.a 29 $

    http://www.spbsoftwarehouse.com/products/mobileshell/download.html

    touchwiz deinstallieren : google auch ! hab 2 tutorials nur in youtube gefunden ;)

    http://www.youtube.com/watch?v=YLOai-Z3Mec

  6. 14.12.09 13:19 Gnominator (Gast)

    Diese Frage geht an TouchMobile2009:
    Woher kriege ich das Mobileshell und wie kann ich das Touchwiz ausschalten und Mobileshell installieren?
    Bei mir ist noch das problem, dass mein PC mein handy nicht erkennt und ich keine Lieder draufladen kann... Woran kann das liegen?
    Aber bis jetzt gebe ich dem handy auch volle punktzahl bis auf die beiden punkte

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