Die Kamera des N900 knipst Fotos mit fünf Megapixel, ein LED-Blitz unterstützt den Fotografen bei Aufnahmen in dunkler Umgebung und der Autofokus soll für scharfe Bilder sorgen. GPS versieht die Bilder außerdem mit Geo-Informationen, anhand derer man auch später noch den Entstehungsort sehen kann.
Das Carl Zeiss-Objektiv wird von einem mechanischen Linsenschutz bedeckt, der erst zur Seite geschoben werden muss, bevor man die Kamera nutzen kann. Durch diesen Vorgang startet die Kamera automatisch. Leider steht das Kameramodul etwas aus dem Gehäuse hervor, an dieser Stelle trägt das N900 wortwörtlich dick auf. Nokia platziert um die Chromeinfassung der Kamera einen weiteren dünnen Rahmen, der sich bei genauerer Betrachtung als ausklappbarer Standfuß erweist. Wie schon das N96 kann man das N900 auf dem Tisch angewinkelt aufstellen, um bequem Filme auf dem großen Display zu betrachten.
Nokia N900 Kameravorschau mit Aufnahmeeinstellungen: Das Smartphone bietet zahlreiche Parameter, die der Fotograf manuell anpassen kann | Foto: areamobile
Die Fotoqualität der N900-Kamera ist durchaus gut, auch wenn Detailgrad und Bildschärfe nicht an die Klassenbesten Sony Ericsson Satio und Samsung Pixon12 herankommen. Auffällig gut ist die hohe Lichtausbeute der Linse. Trotz winterlich trübem Wetter fing die Kamera des N900 die Szenerie realistisch ein, die Bilddynamik ist hervorragend. Farben werden etwas stark betont, ein größeres Problem ist allerdings die Tatsache, dass man eine ziemlich ruhige Hand haben muss, um scharfe Bilder zu erzielen. Die harte Kamerataste erschwert dieses Unterfangen zusätzlich. Bewegte Objekte wie fahrende Autos werden immer unscharf dargestellt.
Der Dualblitz des N900 verrichtet wie schon bei N96 und N97 gute Dienste und strahlt etwa 2 Meter weit, außerdem macht sich auch hier die hohe Lichtempfindlichkeit bemerkbar. Für ein Handy mit LED-Blitz werden Nachtaufnahmen überdurchschnittlich scharf, an einen Xenon-Blitz wie den des Sony Ericsson C905 kommt das N900 aber nicht heran.
Videos nimmt das neue Maemo-Smartphone mit 848x480 Bildpunkten auf. Abgespielt werden sie anschließend mit nicht ganz flüssigen 25 Frames pro Sekunde. Auch hier liefert die Konkurrenz schon imposantere Werte ab und erlaubt Videoaufnahmen in HD-Auflösung. Wichtiger als bloße Fakten ist allerdings das Ergebnis. Und das kann sich sehen lassen - leider nur, solange man langsame und bedächtige Bewegungen mit dem N900 macht. Denn wie schon im Fotomodus hat auch der Videomodus Probleme mit Bewegungen, die überproportional schnell zu Bewegungsunschärfe führen. Ansonsten liegt die Bildqualität etwa auf dem Niveau des N97 und ist für ein Handy gut.
Die Bildergalerie ist auch mit dem neuem Betriebssystem von Nokia gewohnt langweilig - aber zweckmäßig. Mehrere Foto-Thumbs werden auf dem Display angezeigt, ein Fingertipp vergrößert ins Vollbild. Zoomen kann man hier nur mit der Lautstärkewippe, außerdem lassen sich Fotos hochladen oder mit Tags versehen. Insgesamt ist die Bediengeschwindigkeit in der Bildergalerie sehr gut, ruckeln ist kaum wahrnehmbar.
Der interne Speicher von 32 Gigabyte bietet massig Platz für große Musik- und sogar Filmsammlungen, auch wenn im Auslieferungszustand nur noch etwa 27 Gigabyte frei sind. Sollte der Speicher doch einmal knapp werden, lässt er sich per microSDHC-Karten nochmal um 16 Gigabyte erweitern.
Viele Sortiermöglichkeiten bietet der Player nicht, lediglich nach Interpret, Genre und Wiedergabelisten wird unterschieden. Musik kommt wie bei den meisten anderen Betriebssystemen auch im Massenspeichermodus auf das Handy oder man nutzt den Windows Media Player. Auf einem unserer Testcomputer wurde das N900 allerdings nicht als USB-2.0-Gerät erkannt, entsprechend langsam war der Datentransfer. Normalerweise ist der aber ziemlich fix, etwa 5 Sekunden vergehen für 20 Megabyte. Beim Sound schlägt sich das neuen Nokia-Smartphone gar nicht mal schlecht, allerdings leidet es unter dem gleichen Problem, das auch Android-Handys anhängt: Es fehlt ein Equalizer.
Da es beim N900 nicht mal Klangpresets zur Auswahl gibt, muss man mit dem voreingestellten Sound leben. Der ist aber zum Glück nicht schlecht. Zumindest mit guten Kopfhörern - die sich einfach an den 3,5-Millimeter-Anschluss anstöpseln lassen - kann man ein zwar nicht übermäßig brillantes oder bassreiches, aber sehr ausgewogenes Klangbild genießen. Das mitgelieferte Headset ist bestenfalls Mittelmaß und nicht einmal gut auf den Klang des Players abgestimmt. Es klingt daher beim N900 zu quakig und blechern. Alternativ kann man auch auf Bluetooth-Kopfhörer zurück greifen, denn das N900 unterstützt das A2DP-Profil zur Übertragung kabelloser Stereo-Signale.
Der Player ist sehr übersichtlich gestaltet. Weil man nicht viel einstellen kann, kommt er mit wenigen virtuellen Knöpfen aus, die hauptsächlich unter dem großen Coverart platziert sind. Praktisch: am oberen Display-Rand bleibt stets der Zugriff auf den FM-Transmitter und die Verbindungsart sowie Uhrzeit, Datum und die Profile erhalten.
Appropos FM-Transmitter: Mit ihm lässt sich wie beim N96 Musik an ein Radio in der Umgebung leiten, um etwa kabellos Musik auf dem Handy im Auto hören zu können. Dazu gibt man lediglich den gewünschten Frequenzbereich im N900 an und stellt das Radio auf diese Wellenlänge ein, schon kann es losgehen.
Ein UKW-Radio gibt es zwar im N900, allerdings fehlt die entsprechende Software, um es zu steuern. Man kann sie aber nachträglich unter http://maemo.nokia.com/ herunterladen. Alternativ verfügt das Gerät über einen vorinstallierten Client für Internet-Radio. Die Bedienung ist allerdings mäßig. Zwar sind zahlreiche Sender gespeichert, eine Suche gibt es aber weder für diese Liste, noch nach neuen Stationen. Wer einen neuen Sender einstellen will, muss daher die exakte Internet-Adresse kennen.
Videos machen auf dem N900 Spaß. Das Display ist groß und scharf genug, um auch ganze Filme unterwegs anzuschauen. Wenn man den Standfuß ausklappt, dann kann man das kleine Tischkino bequem vor sich aufstellen. Es unterstützt nahezu alle verbreiteten Formate und Codecs, auch Xvid, MPEG4 und H.264 - einzig DivX haben wir vermisst. Dank Flash-Unterstützung kann man auch YouTube-Videos schauen. Gut gefallen hat uns das mitgelieferte Video-Kabel. Damit lässt sich das N900 problemlos an einen Fernseher anschließen.
ich wollte nur anmerken, dass man die Zusatztaste nicht unbedingt gedrückt halten muss um eine Zahl zu schreiben. Es reicht aus, sie kurz vorher zu drücken. Dasselbe gilt hier auch für die Shift-Taste. Das drücken und halten würde es sehr schwierig machen eine 1 zu schreiben.
Leider steht auch noch das Update aus, in dem der Desktop im Portrait-Mode verwendet werden kann, damit das N900 "Handy-freundlicher" wird.
Mfg
Das Nokia N97 mini hat ein 3.2 Zoll Display. Das nokia N97 hat 3.5 Zoll, genau wiee das N900.
Das N97 hat doch ein 3,2 Zoll großes Display!
Also nicht gleich groß N900 und N97!
Ausgeliefert wird das N900 mit Flash 9.4 ohne GPU-Beschleunigung. Es wird erst mit Flash 10.1 besser werden:
http://dailymobile.se/2009/10/26/flash-player-10-1-running-on-nokia-n900/
Das dass n900 bei Flash ruckelt liegt wohl eher an abode. Flash ist absoluter Mist und sau schlecht programmiert. Hoffentlich setzt html 5 dem Schrott ein Ende
Wer hat denn diesen Bericht geschrieben :/
Warscheinlich jemand der jeden Tag 5 Handys bekommt únd dann heißts nur "schreib mal"...