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Das Frickler-Handy im Praxistest Nokia N900

Internet & Messaging

Nokia N900 Browser

Fehlerfreie und flüssige Darstellung: Nokia N900 Browser im Vollbild | Foto: areamobile

 

Der Maemo-Browser basiert auf Mozilla-Technik, entsprechend gut ist Darstellung und Geschwindigkeit beim Seitenaufbau. Etwa 15 Sekunden benötigt er für die Darstellung von areamobile.de per WLAN; das sonst von Nokia favorisierte S60-Betriebssystem mit seinem Browser ist deutlich langsamer. Internet-Seiten stellt das N900 wie auf einem PC dar - inklusive Flash 9.4 und AJAX. Der Nutzer kann mehrere Tabs gleichzeitig öffnen und zwischen den Seiten hin- und herspringen. Ein Beleg für die korrekte Darstellung des N900-Browsers liefert der Acid 3-Test. Er endet zwar wie Mozilla Firefox auf dem PC bei 93 Punkten, das Testbild wird aber perfekt wiedergegeben.

Nokia N900 Browser

Flash ist kein Problem: Nokia N900 Browser auf Youtube.com | Foto: areamobile.de

 

Ganz so schnell wie auf dem PC laufen aber Youtube-Videos, die direkt im Browser abgespielt werden, nicht ab. Außerdem gibt es hin und wieder Probleme mit Flash-Inhalten, dann wird das N900 extrem langsam und der Browser meldet, dass Seiten nicht mehr richtig dargestellt werden können. Außerdem schwankt die Geschwindigkeit, mit der Seiten aufgebaut werden, bisweilen stark. Das scheint damit zusammen zu hängen, wie lange das N900 nach dem letzten Systemneustart schon aktiv war und - trotz des immensen Arbeitsspeichers - wie viele Programme im Hintergrund laufen.

Nokia N900 Plugins und Addons

Funktionen, die man sonst nur von Destop-Browsern kennt: Nokia N900 Plugin- und Addon-Verwaltung | Foto: areamobile

 

Ein großer Vorteil des Maemo-Browsers sind die Plug-Ins und Erweiterungen. Sie bieten etwa die Möglichkeit, in allen Ovi-Diensten das Passwort zu speichern. Das unterscheidet den Mozilla-basierten mobilen Browser von seinen Kontrahenten.

Interessant, aber nicht unbedingt sehr praktisch ist eine der drei Methoden zur Vergrößerung von Internet-Seiten. Dabei malt man mit dem Finger kleine Kreisel im Uhrzeigersinn auf das Display und das Handy zoomt an der entsprechenden Stelle stufenlos hinein. Kreiselbewegungen in die andere Richtung verkleinern anschließend wieder bis zur kompletten Seitenansicht. Das kennt man schon von HTC Touch Diamond und Touch HD, die Nachfolger schlugen allerdings intuitivere Wege ein. Die Vergrößerung klappt absolut ruckelfrei, allerdings bewegt man stets zu Beginn einer Zoom-Aktion die ganze Internet-Seite, bevor das Handy erkennt, dass man mit den wilden Kreiselbewegungen Zommen wollte. Das konnten die älteren HTC-Geräte besser. Einfacher sind da der bewährte Doppeltipp mit dem Finger, der automatisch maximal vergrößert oder die Lautstärkewippe, mit der man die Seitengröße schrittweise anpasst.

Nokia N900 E-Mail Posteingang

Hohe Übersicht, HTML-Emails sind kein Problem: Nokia N900 E-Mail-Posteingang | Foto: areamobile.de

 

Wer schon ein Handy der N- oder E-Serie von Nokia hatte, kommt mit E-Mails auf dem N900 genau so einfach klar. Schon ab Werk hat das Maemo-Smartphone zahlreiche Provider-Informationen gespeichert, darunter gmx, yahoo, hotmail und natürlich Nokia Messaging. So kann man sich wie gewohnt auf den Einrichtungsassistenten verlassen, lediglich Nutzername und Passwort müssen eingetragen werden. Danach ist alles genau so übersichtlich und einfach, wie auf einem S60-Handy. Fast, denn Benachrichtigungen über neue Mails gibt es leider nicht. Das ließe sich leicht über ein E-Mail-Widget beheben, derzeit gibt es aber noch keines. So muss man ständig umständlich in den E-Mail-Bereich wechseln, um nach neuen Nachrichten Ausschau zu halten. MMS kann das N900 momentan übrigens weder senden, noch empfangen.

PIM-Funktionen und Connectivity

Nokia N900 Kalender

Viele Funktionen, hohe Übersicht: Nokia N900 Kalender | Foto: areamobile

 

Bei der Anzahl der Informationsfelder im Telefonbuch braucht sich das Maemo-Smartphone nicht vor der S60-Konkurrenz wie dem N97 verstecken. Das ist kein Kunststück, schließlich hat sich Nokia stark an seinem bisher favorisierten Betriebssystem orientiert. Die Kontaktverwaltung ähnelt sich daher auf beiden Systemen stark. Über 40 Felder lassen sich bequem per Volltastatur mit Informationen versehen. Der Kalender ist nicht nur schick, sondern auch praktisch. Er profitiert vom großen Display und bietet durch die Unterteilung in unterschiedliche Kalenderarten wie Privat und Normal viel Übersicht. Auf den Google Kalender kann man leider nicht zugreifen. Die verschiedenen Kalenderarten werden farblich unterschieden.

Nokia N900 VoIP

VoIP-Einrichtung auf dem N900 | Internettelefonie ist nahtlos in das Betriebssystem integriert | Foto: areamobile

 

Das N900 liefert flotten HSPA-Funk mit maximal 10 Megabit pro Sekunde für Downloads und 2 Megabit zum Hochladen von Daten in das Internet. Schneller und kostengünstiger ist noch WLAN (mit UPnP-Unterstützung), dessen Signalstärke im Test stark und stabil war. Darüber kann man unter anderem kostengünstig über das Internet telefonieren. Alle namhaften VoIP-Clients wie Google Talk und Skype sind bereits vorkonfiguriert und nahtlos in das Betriebssystem integriert, so dass sie zum Beispiel im Telefonbuch als Anrufoption angezeigt werden. Es gibt nur wenige Handys, die einen vergleichbaren Komfort bieten. 

Verbindung mit dem heimischen PC nimmt das Maemo-Smartphone per Bluetooth oder USB-Verbindung auf. Die neue Ovi Suite unterstützt das N900 noch nicht, wohl aber die ältere Nokia PC-Suite.

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Kommentare
  1. 27.08.10 10:55 Hatsh (Gast)

    Wer hat denn diesen Bericht geschrieben :/

    Warscheinlich jemand der jeden Tag 5 Handys bekommt únd dann heißts nur "schreib mal"...

  2. 11.08.10 01:41 Hari5Pilton (Gast)
    Bedienung der Zahlen

    ich wollte nur anmerken, dass man die Zusatztaste nicht unbedingt gedrückt halten muss um eine Zahl zu schreiben. Es reicht aus, sie kurz vorher zu drücken. Dasselbe gilt hier auch für die Shift-Taste. Das drücken und halten würde es sehr schwierig machen eine 1 zu schreiben.

    Leider steht auch noch das Update aus, in dem der Desktop im Portrait-Mode verwendet werden kann, damit das N900 "Handy-freundlicher" wird.

    Mfg

  3. 24.07.10 07:58 Anonymous (Gast)

    Das Nokia N97 mini hat ein 3.2 Zoll Display. Das nokia N97 hat 3.5 Zoll, genau wiee das N900.

  4. 02.06.10 03:19 Anonymous (Gast)

    Das N97 hat doch ein 3,2 Zoll großes Display!
    Also nicht gleich groß N900 und N97!

  5. 20.03.10 21:39 Anonymous (Gast)

    Ausgeliefert wird das N900 mit Flash 9.4 ohne GPU-Beschleunigung. Es wird erst mit Flash 10.1 besser werden:

    http://dailymobile.se/2009/10/26/flash-player-10-1-running-on-nokia-n900/

  6. 27.02.10 19:05 Anonymous (Gast)
    Flash bewertung

    Das dass n900 bei Flash ruckelt liegt wohl eher an abode. Flash ist absoluter Mist und sau schlecht programmiert. Hoffentlich setzt html 5 dem Schrott ein Ende

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