Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 

Erste Eindrücke vom Highend-Handy mit Einhand-Linux First Else Praxistest

Das israelische Startup Else Mobile hieß vor kurzem noch Emblaze Mobile. Aber das Unternehmen ist von seinem einzigen Gerät First Else so überzeugt, dass es sich in Else Mobile umbenannte. Mit Recht, findet areamobile und verrät, wie sich das Handy mit der Daumenbedienung beim ersten Ausprobieren geschlagen hat.

Design

Optisch wurde das Gerät zurückhaltend gestaltet, Schnörkel oder Effekthascherei sucht man vergeblich. Das First Else misst nur 116x57x13 Millimeter, die kompakten Maße passen hervorragend zur Einhandbedienung, deren Ziel Else Mobile mit seiner neuen Oberfläche verfolgt. Das Handy wurde so konzipiert, dass in nahezu jeder Situation ein Daumen ausreicht. Bei der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln, der schwarze Kunststoff  ist überall exakt verarbeitet.

Else Mobile, First Else auf dem MWC 2010

Schnörkellos und ansprechend: Das First Else | Foto: areamobile

 

Technik und Bedienung

Wer Windows Mobile, S60 und Co gewohnt ist, wird zunächst ratlos sein, wenn er das Gerät zum ersten Mal anschaltet. Doch die Verwirrung  legt sich schnell. Der Hersteller des First Else hat sich für Access als Lieferanten für das Betriebssystem entschieden und deren neueste Version Access Linux Platform (ALP) 3.0 verwendet. Sie ist mit einer selbst entwickelten Oberfläche beschichtet, die sich Else Intuition nennt

Else Mobile, First Else auf dem MWC 2010

Der Startbildschirm teilt sich drei Hauptpunkte auf: Phone, Diary und Media | Foto: areamobile

 

Else Mobile hat ein besonderes Fächermenü entworfen, über das alle Funktionen logisch und intuitiv mit dem Daumen angesteuert werden können. Während des Ausprobierens gewöhnt man sich schnell an die fremdartige Menülogik. Kein Wunder, denn das Handy reagiert schnell und meistens auch flüssig auf Eingaben. Mit wenigen Bewegungen wechselt man zu Anrufliste, Adressbuch, Kalender oder in den E-Mail-Client. Umgreifen oder gar die zweite Hand zur Hilfe nehmen muss man zu keinem Zeitpunkt, da alle Menüpunkte immer in Reichweite des Daumens bleiben. Das ist sogar in Listenmenüs so, die hin und wieder zum Einsatz kommen, denn dort werden alle wesentlichen Optionen und Informationen in der Display-Mitte dargestellt. 

Else Mobile, First Else auf dem MWC 2010

Alles ist mit einem Finger erreichbar | Foto: areamobile

 

Else Mobile hat ein besonderes Fächermenü entworfen, über das alle Funktionen logisch und intuitiv mit dem Daumen angesteuert werden können. Während des Ausprobierens gewöhnt man sich schnell an die fremdartige Menülogik. Kein Wunder, denn das Handy reagiert schnell und meistens auch flüssig auf Eingaben. Mit wenigen Bewegungen wechselt man zu Anrufliste, Adressbuch, Kalender oder in den E-Mail-Client. Umgreifen oder gar die zweite Hand zur Hilfe nehmen muss man zu keinem Zeitpunkt, da alle Menüpunkte immer in Reichweite des Daumens bleiben. Das ist sogar in Listenmenüs so, die hin und wieder zum Einsatz kommen, denn dort werden alle wesentlichen Optionen und Informationen in der Display-Mitte dargestellt. 

Nur wenn man in die tiefsten System-Einstellungen wechselt, muss man auf ein Standard-Menü ausweichen, das über eine der berührungsempfindlichen, blau leuchtenden Tasten oben rechts am Display-Rand aktiviert wird. Diese Sensortasten sind allerdings auch der Grund, warum Linkshänder mit der Steuermethode des Linux-Handys nicht klarkommen dürften. Die Bedienung ist für Rechtshänder ausgelegt, das Menü lässt sich nicht umstellen. 

Else Mobile, First Else auf dem MWC 2010

Jedes Menü ist fächerartig aufgebaut | Foto: areamobile

 

Das funktioniert nahezu ruckelfrei und sehr bequem. Else Mobile will den Menschen in den Vordergrund stellen, das Handy passt sich daher seinem Benutzer an. So lernt das Gerät etwa, welche Personen man am häufigsten anruft und blendet sie im Telefonbuch immer an erster Stelle ein. Außerdem verknüpft der Hersteller alle möglichen Informationen personenbezogen. Erhält man etwa einen Anruf, so zeigt das First Else nicht nur Infos wie Anruferfoto und Telefonnummer, sondern listet auch alle relevanten Daten wie E-Mail-Adresse oder Termine mit dieser Person auf. Else Mobile geht sogar noch einen Schritt weiter. Termine können nicht nur nach Zeit und Datum eingerichtet werden, sondern nach Ereignissen.

So kann man sich etwa daran erinnern lassen, ein Foto mit der eingebauten 5-Megapixel-Kamera zu knipsen, sobald man an einer bestimmten Sehenswürdigkeit vorbeikommt. Möglich wird das durch die tiefe Verknüpfung aller möglichen Programme und Funktionen; in diesem Fall des Kalenders und dem eingebauten GPS-Modul. Wie lange der 1450-mAh-Akku das aushält, ist fraglich.

Else Mobile, First Else auf dem MWC 2010

Das First Else kommt mit Onboard-Navigation, der Prototyp ruckelte dabei aber noch stark | Foto: areamobile

 

Mit dem Else kann man natürlich auch navigieren. Das Gerät nutzt dafür ein vorinstalliertes Onboard-Navigationsprogramm, das echte Sprachführung bietet. Bei unserem Vorführgerät ruckelte die Navi-Ansicht aber noch deutlich. Der Hersteller wird bis zum Verkaufsstart Ende des zweiten Quartals sicherlich noch einmal nachbessern, an der Hardware sollte es nämlich nicht liegen.

Im First Else werkelt ein OMAP3430-Chipsatz von Texas Instruments, seine CPU taktet mit 600 Megahertz. Die Darstellung erfolgt auf einem kapazitiven, 3,5 Zoll großen LCD-Touchscreen, der  die scharfe Auflösung von 854x480 Pixel hat. Darauf kann man auch beliebige Gesten malen, denen sich dann unterschiedlichste Funktionen wie der Anruf von Personen oder das Öffnen des Browsers verknüpfen lassen.

First Else: Das Linux- Handy mit der Daumenbedienung im Handson-Test (30 Bilder)

zur Bildergalerie
 

Der Hersteller integriert auf dem First Else diverse Dienstpaket, um den Start mit dem Handy und den täglichen Umgang möglichst einfach zu gestalten. Dazu gehören ein Music Store, E-Mail-Assistent, eine Online-Backup-Funktion und eine Fernlöschfunktion, mit der man das First Else über das Internet gegen Missbrauch sichern und sogar löschen kann.

Kauft man Musik über das Handy ein, dann soll das über den Mobilfunkvertrag abgerechnet werden. Speicher für genug Songs steht zur Verfügung, je nach Ausstattungsvariante bis zu 32 Gigabyte intern. HSPA, WLAN, Bluetooth 2.0  und ein 3,5-Millimeter-Anschluss für Kopfhörer vervollständigen die technische Ausstattung des First Else.

Fazit

Das First Else bringt erfrischende Ideen in den Handy-Markt. Else Mobile weicht von ausgetretenen Pfaden ab und ist mutig bei der Entwicklung einer eigenständigen Bedienoberfläche vorangegegangen. Bleibt zu hoffen, dass dieser Mut belohnt wird. Individualisten dürften mit diesem Gerät auf jeden Fall glücklich sein. Ob der an etablierte Eingabe-Methoden gewohnte Massenmarkt schon für das Daumen-Handy bereit ist, wird sich frühestens Mitte des Jahres entscheiden. Dann könnte das Handy im freien Handel für unter 500 Euro und bei den Netzbetreibern erhältlich sein.

 
 
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Lesen Sie alle 24 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 19.03.10 12:54 DanaFones (Member)

    Hallo,
    also ich finde die Bedien-Idee recht interessant. Mal was anderes. Aber ob man, gleich nen Else-Daumen davon bekommt bezweifel ich. Dann müsste ich schon längst eine Maus-Hand haben. ;)
    Laut diesem Artikel über das First Else, soll vor allem die Menüführung unglaublich einfach sein.

    http://www.fones.de/content/neu-first-else.html

    Mein Job ist es Handys zu testen und ich freu mich schon auf meine erste Begegnung mit der Else. Ich werde euch gerne berichten, wie sich das Handy mit dem schönen, vermeintlich altdeutschen Namen so macht.

    Gruß
    Dana

  2. 18.03.10 20:18 Anonymous (Gast)

    Ich finde, es ist ein guter gedanklicher Ansatz, alles mit dem Daumen zu machen. Ich frage mich nur, nach kurzer Fingerübung, wann die ersten körperlichen Probleme auftreten? 'TennisMaus' oder 'ElseDaumen'?
    Ich finde es aber gut was neues auf den Markt zu bringen, es gibt bestimmt eine Umschaltefunktion für Linkshänder, hoffe ich doch.

  3. 15.03.10 18:31 Der mit dem Handy tanzt (Newcomer)
    Daumenbedienung???

    Hallo Macher von AM. Wenn Ihr so ein Teil unter dem Aspekt der Daumenbedienung vorstellt, wäre es klasse, wenn Ihr das Gerät auf Euren Bilder auch mit dem Daumen bedienen würdet. Dann wäre die Sache etwas vielleicht etwas transparenter für die Leser. Daumenbedienung ist für mich die schnellste und beste Option. Ich habe seit vielen Jahren immer noch mein Sony P910i in Gebrauch. Bin Linkshänder. Hat an der linken Seite ein Rädchen mit dem man so ziemlich jedes Menü erreicht. Geht aber auch für Rechtshänder, dann allerdings mit dem Zeigefinger. Wenn die jungs aus Israel das noch für "die Linken" hinbekommen, wär es eine echte Alternative für mich.

  4. 15.03.10 12:23 Anonymous (Gast)

    um ehrlich zu sein: hoffentlich macht areamobile keinen volltest, da das handy aus israel kommt, denke ich nicht, dass es fair bewertet wird, sondern einfach so zusatzpunkte bekommt...! (wenn ihr mich als rassistich bezeichnet, muss ich dazu sagen, dass ich gegen garniemanden rede!)

  5. 14.03.10 13:14 Linkshänder (Gast)

    verkackt -_-

  6. 19.02.10 16:40 ITZ-MY-TURN (Gast)

    Warum ist das Teil ein Frauenhandy?

    Und AM, ihr habt einen Absatz doppelt.

antworten
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte