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Öko-Handy im Edel-Design Sony Ericsson Hazel Test

Das Sony Ericsson Hazel wendet sich besonders an umweltbewusste Käufer. Es gehört zur GreenHeart-Serie des Herstellers und besteht aus wiederverwertetem Kunststoff, bei der Herstellung wurden keine giftigen Chemikalien benutzt. Dennoch ist das Hazel kein biederes Ökohandy, sondern hat auch technisch einiges zu bieten. Areamobile hat den auffälligen Slider getestet.

Sony Ericsson Hazel Test | Foto: Areamobile

Im Test: Sony Ericsson Hazel | Foto: Areamobile

 

Design und Verarbeitung

Das Hazel gehört zur umweltfreundlichen GreenHeart-Serie von Sony Ericsson. Daher besteht das Gehäuse aus wiederverwertetem Kunststoff ohne giftige Chemikalien wie Brom. Auch an der Verpackung spart Sony Ericsson, der Karton wurde möglichst klein gehalten, um Transportkapazität und damit Emissionen einzusparen. Auf ein gedrucktes Handbuch wird verzichtet, das kann man aber aus dem Internet herunterladen. Störend ist allerdings die Tatsache, dass kein PC-Kabel im Lieferumfang enthalten ist. Das passt nicht zum Umweltschutz-Gedanken, schließlich werden die meisten Käufer um den Kauf eines neuen Kabels nicht herumkommen. Denn Standard-USB-Kabel passen nicht an den proprietären Fastport-Anschluss, den Sony Ericsson beim Hazel verwendet.

Sony Ericsson Hazel Test | Foto: Areamobile

Der Akkudeckel sieht schick aus, fühlt sich aber billig an | Foto: Areamobile

 

Wer ein biederes Öko-Handy erwartet, wird positiv überrascht. Denn trotz günstigem Preis – im Internet gibt es das Handy bereits für 180 Euro – und dem Öko-Fokus wirkt der Slider sehr hochwertig. Das auffällige Dunkelrot unseres Testmodells hinterlässt durch den leicht metallischen Glanz fast einen edlen Eindruck. Selbst der Kunststoff, aus dem das Gehäuse größtenteils besteht, ist optisch kaum vom Metall zu unterscheiden, das Sony Ericsson für einen schmalen Rahmen um das Display verwendet. Die Haptik kann da nicht ganz mithalten. Nimmt man das Hazel in die Hand, spürt man vor allem den Plastik-Akkudeckel, der nicht gerade hochwertig klingt, wenn man darauf klopft. Unter Druck gibt er außerdem leise Knartz-Geräusche von sich. 

Sony Ericsson Hazel Test | Foto: Areamobile

Durch die metallisch glänzende Lackierung ist Kunststoff kaum von Aluminium zu unterscheiden | Foto: Areamobile

 

Davon abgesehen liegt das Handy durch seine Maße von 103x50 Millimeter und die abgerundete Rückseite gut in der Hand. In der Hosentasche spürt man den Slider wegen des Gewichtes von 120 Gramm hingegen deutlich, außerdem ist das Handy stolze 16 Millimeter dick. An der Verarbeitung gibt es kaum etwas auszusetzen. Der große Akkudeckel sitzt passgenau an seinem Platz, nur die breite Kunststoffwippe unter dem Navkey schien bei unserem Testmodell etwas zu groß und ragte auf einer Seite minimal über die Unterseite hinaus. Dafür funktioniert der Slider-Mechanismus wortwörtlich reibungslos. Wie auf Rollen gleitet das Oberteil mit dem passenden Maß an Widerstand auf und zu und rastet mit hörbarem Schnalzen in die Endpositionen ein. Besser geht es kaum.

Display & Tastatur

Die Tasten verfügen zwar über einen angenehm kurzen Tastenhub, allerdings könnte der Druckpunkt etwas knackiger sein. Das fällt vor allem bei der Zifferntastatur auf, deren einzelne Tasten sich außerdem kaum erfühlen lassen. Das Display misst 2,6 Zoll und stellt 16 Millionen Farben bei einer Auflösung von 320x240 Bildpunkten dar. Da das Verhältnis von Auflösung und Größe passt, bemerkt man im Alltag kaum unschöne Treppchenbildung oder unscharfe Darstellungen. Auch Farbwiedergabe und Kontraste sind befriedigend.

Sony Ericsson Hazel Test | Foto: Areamobile

Die Tasten hätten einen präziseren Druckpunkt gebraucht, das Ziffernpad lässt sich schlecht erfühlen | Foto: Areamobile

 

Kamera

Das Hazel knipst Fotos mit fünf Megapixel, eine LED hellt bei Nacht die Motive auf. Etwa drei Sekunden braucht die Kamera, bis sie einsatzbereit ist, bis zu zwei Sekunden zum Scharfstellen und eine weitere zum Speichern der Bilder. Die Fotos sind scharf und rauscharm, aber Farben und Kontraste könnten etwas stärker ausgeprägt sein. Als Zusatzeinstellungen integriert Sony Ericsson Gesichts- und Lächelerkennung, Makromodus und Geotagging. Bei Tageslicht schneidet die Hazel-Kamera insgesamt sehr gut ab. Nachts sieht das anders aus. Das Fotolicht, das für Videoaufnahmen auch Dauerlicht spenden kann, reicht nur auf Distanzen von etwa einem Meter, aber auch dann hat der Autofokus mitunter Probleme, ein Motiv scharf zu stellen.

Sony Ericsson Hazel Test | Foto: Areamobile

Sony Ericsson Hazel Originalfoto | Foto: Areamobile

 

Videos nimmt das Hazel in VGA-Auflösung (640x480) auf. Die Qualität geht bei ruhiger Kameraführung voll in Ordnung, bei Bewegung sind allerdings starke Pixelfehler zu erkennen und es kommt teils zu starken Bildverzerrungen. Die Bildergalerie erreicht man über den Menüpunkt Medien. Dort hat man die Wahl zwischen Musik, Videos und Fotos, präsentiert wird diese Vorauswahl im von der Playstation bekannten X-Bar-Design. Anschließend lassen sich die Fotos per Navkey der Reihe nach durchblättern. Die Bedienung ist intuitiv und absolut ruckelfrei.

Musik

Direkt aus der Verpackung heraus kann das Sony Ericsson Hazel beim Thema Musik nicht überzeugen. Das liegt abgesehen vom geringen internen Speicher, der per MicroSD um bis zu 16 Gigabyte erweitert werden kann, vor allem am einfachen Headset. Weil dem Hazel ein 3,5-Millimeter-Ausgang fehlt, lassen sich herkömmliche Kopfhörer nicht anschließen. So bleibt nur der Griff zu teurem Kabel-Zubehör oder Bluetooth-Kopfhörern. Das beiliegende Headset liefert nämlich kaum Bass und ist viel zu leise. Selbst mit dem Megabass-Preset kommt kein echter Musikgenuss auf.

Sony Ericsson Hazel Test | Foto: Areamobile

Typische X-Bar-Oberfläche | Foto: Areamobile

Sony Ericsson Hazel Test | Foto: Areamobile

Der Player | Foto: Areamobile

Sony Ericsson Hazel Test | Foto: Areamobile

Kassetten-Style | Foto: Areamobile

 

Eine nette Spielerei bieten die verschiedenen Styles, mit denen man anstelle der Coverarts diverse Abspielgeräte wie Tonband, Kassette oder Plattenspieler einblenden kann. Musik kommt mit der Software MediaGo schnell und zuverlässig auf das Handy. Dabei vergehen nur etwa zwei bis drei Sekunden pro Titel. Das Radio bietet mit RDS-Funktion und 20 Senderspeichern die typischen Funktionen und sehr guten Empfang. Wie fast immer bei Sony Ericsson ist auch TrackID mit dabei, damit kann man gehörte Musik mit dem Internet abgleichen und so identifizieren.

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Kommentare
  1. 07.01.11 19:08 Arne1 (Gast)
    Datenübertragung

    - Firmwareaktualisierung nur über (nicht beiliegendes) Datenkabel oder teuer über Internet (nicht über WLAN möglich)
    - Datenabgleich Bluetooth bricht nach ca. 50 Kontakten ab und Verbindung muss neu aufgebaut werden
    - Bluetooth-Einrichtung viel Error+Truy, besonders, weil Hanbuch nur auf dem Handy verfügbar ist!!!

  2. 23.11.10 19:11 fragender (Gast)
    kann ich skype mit dem sony ericsson hazel nutzen?

  3. 17.05.10 11:26 kollege helm (che) (Gast)
    öko handy

    öko handy ist doch für den kompost!
    das ist doch was für hippies,für den normal verbraucher völlig zwecklos,vllt zum rektal einführen noch besser gedacht :)

  4. 17.05.10 11:15 Die-Tec (Handy Profi)
    @künde

    Also wenn, dann heist das "rektal" mit T, und dafür muss man sich sicher nicht ein über 200eure teures gerät einführen.

    Kleiner Tip, dein freudenerzeugendes Instrument gibt es sicher von für weniger als 200euro.

    und zum Handy, es ist halt kein OS alle MacOS-X oder Android, da kann man halt nicht sonderlich viel erwarten und wer auf browsing usw. setzt sollte sich halt auch ein gerät aussuchen was diesen kundenbereich anspricht.

  5. 17.05.10 11:04 Der König der Löwen (Gast)
    Die Russen

    In Russland gibt es Handys mit Laserschwertern...Fragt Malle!

  6. 17.05.10 10:37 künde (Gast)
    vibrationsstärke

    ja ich habe das handy mal ausprobiert und die vibration ist fast das beste an dem handy,wenn man es rekal einführt löst das bei mir schöne gefühle aus

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