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Moto G6 im ersten Test: Smartphone mit Bestseller-Potenzial

Inhaltsverzeichnis
Moto G6 im ersten Test: Smartphone mit Bestseller-Potenzial

Dieser Launch ist ein wichtiger als bisherige für Motorola - das betonten Vertreter der Lenovo-Tochter immer wieder im Vorfeld. Deshalb findet dieser in Sao Paulo statt. In Brasilien ist der einstige Handypionier am erfolgreichsten und produziert auch einen Teil seiner Smartphones. Und um was es geht, ist auch schnell klar: Die Produktvorstellung bereitet das Unternehmen mit einer von YouGov durchgeführten Umfrage vor, nach der fast die Hälfte der Deutschen ein Smartphone zum Preis von über 300 Euro als zu teuer empfinden. Nicht um ein neues Modell der Premium-Serie Moto Z, sondern um ein erschwinglicheres Gerät geht es hier.

Um eine neue Auflage des Moto G, das aufgrund eines attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses gerade der ersten Gerätegenerationen zum meistverkauften Motorola-Smartphone avancierte. Das neue Moto G6 könnte auch den Nerv vieler Nutzer treffen, die sich in Kürze ein neues Smartphone kaufen wollen. Es kostet 249 Euro, wirkt äußerlich hochwertig und bietet teilweise bei Oberklasse-Geräten etablierten Features. Etwa eine Dual-Kamera mit smarten Anwendungen und ein Display im 18:9-Format.

Moto G6 | (c) Areamobile
Moto G6

Als ich das Moto G6 aus der Verpackung und das erste Mal in die Hand nehme, möchte ich Motorola durchaus glauben, dass das neue Smartphone-Modell auch in Europa ein Verkaufsschlager werden könnte. Hier meine Eindrücke nach einem Tag Nutzung des Moto G6.

Gehäuse-Design und -Anmutung des Moto G6

Die Anmutung des Moto G6 ist hochwertig: Die Rückseite unseres schwarzen Testgeräts ist von, an den Seitenrändern gewölbtem, glatten Gorilla Glass überzogen, das je nach Lichteinfall stark oder kaum reflektiert. Eine Nanobeschichtung soll Spritzwasser vom Gehäuse abweisen. Bis auf die Rundungen an den Seitenkanten sowie das vom Moto X4 bekannte runde, etwas vorstehende Dual-Kamera-Modul mit integriertem LED-Blitz und das Fledermauslogo, wirkt das Gehäuse schön schlicht.

Moto G6 | (c) Areamobile
Moto G6: Fingerabdrucksensor unter dem Display

Der Fingerabdrucksensor sitzt beim Moto G6 an der Vorderseite unterhalb des Bildschirms und kann zum Entsperren des Smartphones oder zum Bestätigen von Bezahlvorgängen oder App-Käufen verwendet werden. Wer bei aktiviertem Display den Finger auf die Scanfläche legt, sperrt das Telefon. Eine Home-Taste gibt es nicht am Moto G6, lediglich die drei am unteren Display-Rand eingeblendeten Navigationsbuttons. Alternativ zur Passwort- bzw. PIN-Eingabe oder zum Fingerabdrucksensor steht Face Unlock über die Frontkamera als Entsperrmethode bereit.

Beim weiteren Blick auf das Moto G6 fällt außerdem auf: Der Telefonhörer dient gleichzeitig als Lautsprecher, einen weiteren Lautsprecher für eine dynamischere Audioausgabe gibt es nicht an dem Gerät. Zum Anschließen eines kabelgebundenen Kopfhörers steht eine Klinkenbuchse bereit, eine Dolby-App mit Equalizer-Funktionen zur Klanganpassung ist vorinstalliert. Für Tonaufnahmen und Geräuschunterdrückung sind drei Mikrofone zu sehen. Der Einschub für den SIM-Karten-Schlitten sitzt an der Oberkante des Geräts und fasst neben zwei Nano-SIM-Karten auch eine microSD-Karte zur Ergänzung des internen Speicherplatzes um bis zu 128 GB. Beim Einlegen einer neuen microSD-Karte können Anwender die Option Android-Formatierung zur Nutzung der wechselbaren Speicherkarte als internen Speicher auswählen.

Das Display des Moto G6

Mit einer Breite von 72,3 Millimetern und dank der gerundeten Seitenkanten liegt das Moto G6 trotz der geringen Bautiefe von 8,3 Millimetern angenehm in der Hand. Die Wertigkeit des Geräts vermittelt auch das Gewicht von 167 Gramm. Für problemloses einhändiges Bedienen ist das 5,7 Zoll große und über 80 Prozent der Fläche auf der Gerätevorderseite einnehmende IPS-LCD zu groß. Die Bildschirm-Auflösung ist mit 2.160 x 1.080 Pixel bzw. 424 Bildpunkten pro Zoll ausreichend hoch, das Oberflächenglas reflektiert aber stark und ist wie die Rückseiten schnell von Fingerabdrücken belegt.

Moto G6 | (c) Areamobile
Moto G6: 18:9-Display
Moto G6 | (c) Areamobile
Moto G6: App-Übersicht

Das Anzeigefeld wird von schwarzen Balken eingerahmt, die Bereiche ober- und unterhalb des Bildschirms für Hörer, Frontkamera und Sensoren auf der einen und den Fingerabdrucksensor an der anderen Seite wirken nicht zu großzügig gestaltet.

Die Hardware-Performance des Moto G6

Unter der Haube arbeitet der Octa-Core-Prozessor Snapdragon 450 von Qualcomm mit einer Taktrate von bis zu 1,8 GHz und Adreno-506-GPU, der beispielsweise auch im Honor 7C oder ZTE Blade V9 steckt und quasi eine heruntergetaktete Version des Snapdragon 625 vom Moto G5 Plus ist. Der Prozessor kann im Moto G6 je nach Geräteversion auf 3 GB RAM oder 4GB RAM zugreifen - die 4-Gigabyte-Variante gibt es aber nur über Amazon zu kaufen. Der Programmspeicher ist je nach Gerätevariante 32 GB oder 64 GB groß. Im CPU-Benchmark Geekbench erreicht der Snapdragon in dem mit Android 8.0 Oreo bespielten Moto G6 731 Punkte im Single-Core-Modus und 3.731 Punkte im Mehrkern-Modus. Im Antutu 7.0.7 knapp 70.000 Punkte. Zur Einordnung: Top-Smartphones wie das Sony Xperia XZ2 mit dem Snapdragon 845 kommen auf Werte von bis zu 8.300 Punkte im Geekbench und bis zu 250.000 Punkte im Antutu. Für Browsen, Streaming und Gaming in heruntergeschraubter Auflösung sollte die Prozessor-Power aber ausreichen.

Moto G6 | (c) Areamobile
Moto G6: USB-C-Port und Klinkenbuchse

Für Datenübertragungen unterstützt das Moto G6 mit Bluetooth 4.2 und WLAN a/b/g/n im 2,4-Gigahertz- und 5-Gigahertz-Band nicht die schnellsten Standards, NFC beherrscht das neue Motorola-Smartphone nicht. Das Ladekabel wird an den USB-C-Port angesteckt.

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