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BQ Aquaris X2 Pro im ersten Test: Gelungenes Gesamtpaket mit Highend-Features

Christopher Gabbert 10.05.2018 - 10:00 | 0
Inhaltsverzeichnis
BQ Aquaris X2 Pro im ersten Test: Gelungenes Gesamtpaket mit Highend-Features

In München hat der spanische Hersteller BQ mit dem Aquaris X2 und Aquaris X2 Pro seine beiden neuen Smartphone-Modelle der gehobenen Mittelklasse vorgestellt. Der Vorgänger des größeren Pro-Modells konnte seiner Zeit mit schickem Design, toller Verarbeitung und Kamera sowie einem klasse Display und der sehr guten Gesamtausstattung überzeugen. Ob das neue Aquaris X2 Pro an gleichen Stellen punkten kann, erfahrt ihr in unserem Hands-on des Smartphones.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das BQ Aquaris X2 Pro hat wie schon der Vorgänger eine Vorder- und Rückseite aus Glas, die von einem Metallrahmen in der Gehäusefarbe getrennt werden. Auf beiden Seiten kommt Gorilla Glass 5 zum Einsatz. Auf der Vorderseite erinnert das Smartphone mit 2.5D-Glas und den abgerundeten Displayecken an das Pixel 2 XL von Google. Oberhalb des Display sind Frontkamera, LED-Blitz und die Hörmuschel zu finden, die gleichzeitig als zweiter Lautsprecher dient. An der Kinn-Seite sind das BQ-Logo und eine Benachrichtigungs-LED untergebracht. 

Dank der schmalen Displayränder ist das neue BQ-Smartphone trotz eines 0,45 Zoll größeren Displays mit Maßen von 150,7 x 72,3 x 8,35 Millimetern nur geringfügig länger als das Aquaris X Pro mit 146,5 Millimeter. Allerdings bringt das neue Pro-Modell mit 168 Gramm genau 10 Gramm mehr auf die Waage. Der Unterschied ist in der Hand liegend aber nicht zu bemerken - hier herrscht ein hochwertiger Eindruck vor.

BQ Aquaris X2 | (c) Areamobile
Farben des BQ Aquaris X2 (Pro)

Auf der Rückseite erinnert das Aquaris X2 Pro mit der vertikal aufgestellten und in die linke Ecke gequetschten Dual-Kamera auf den ersten Blick einerseits an Smartphones wie das Apple iPhone X oder Huawei P20 Pro. Andererseits sieht es mit dem an den Längsseiten gewölbten Glas auch etwas wie das aktuelle Samsung-Flaggschiff Galaxy S9 aus. Und wie die Highend-Modelle hat auch das Mittelklasse-Modell von BQ eine IP-Zertifizierung bekommen. Mit IP52 ist das Smartphone somit zwar staubgeschützt, aber lediglich gegen das Eindringen von fallendem Tropfwasser bei einer Gehäuseneigung bis 15 Grad gefeit. Zumindest ein kurzer Regenguss sollte dem Smartphone nicht schaden.

BQ Aquaris X2 | (c) Areamobile
Design und Verarbeitung sind tadellos

An der Verarbeitung der uns auf dem Event vorliegenden Vorab-Modelle gibt es nichts zu beanstanden. Mit gleichmäßig geringen Spaltmaßen, ohne scharfe Kanten und einem Schick im Stil der Top-Modelle überzeugt das Aquaris X2 Pro auf ganzer Linie. Trotz Glasrückseite ist das Smartphone weniger rutschig als Modelle der Konkurrenz und kann darüber hinaus aufgrund des schmalen Gehäuses gut mit einer Hand umfasst und auch bedient werden.

Display-Größe und -Qualität

Im Vergleich zum Vorgänger fällt das Display des BQ Aquaris X2 Pro mit 5,65 Zoll etwas größer aus und kommt zudem im aktuell im Trend liegenden 18:9-Format daher. Schön, dass mit BQ ein weiterer Hersteller ein Gerät mit schmalen Displayränder anbietet, ohne den Bildschirm auf 6 Zoll oder mehr anwachsen zu lassen. Das kommt all denjenigen Nutzern entgegen, die ein insgesamt möglichst kleines Smartphone bevorzugen.

BQ Aquaris X2 | (c) Areamobile
Das Display macht einen guten Ersteindruck

Die Auflösung des Displays beträgt 2.160 x 1.080 Pixel (FHD+) und bietet so eine Pixeldichte von 429 Pixel pro Zoll. Die maximale Helligkeit im automatischen Modus liegt BQ zufolge bei 650 Nits. Doch schon im manuellen Modus kann das Display hell genug eingestellt werden, damit Inhalte auch bei grellem Sonnenschein gut abgelesen werden können. Auch bei weiteren wichtigen Punkten hinterlässt das Display beim ersten Ausprobieren bereits einen guten Eindruck. 

Inhalte werden scharf und in durchaus intensiven Farben und mit gutem Kontrast dargestellt. Zu verdanken ist das der schon im Vorgänger eingesetzten Technik Quantum Color +. Ob das neue BQ-Smartphone damit auch die gleiche Farbtreue wie schon der Vorgänger bietet, wird unser ausführlicher Test des Aquaris X2 Pro zeigen.

System: Hardware, Software und Bedienung

BQ verwendet als Antrieb im Aquaris X2 Pro den Octa-Core-Prozessor Snapdragon 660 von Qualcomm mit Adreno-512-GPU. Der Prozessor setzt sich aus zwei Kryo-260-Clustern zusammen, die jeweils 4 CPU-Kerne mit 1 MB L2-Cache besitzen. Bei dem angepassten ARM-Design mit big.LITTLE-Architektur taktet einer der Blöcke für leistungsintensive Aufgaben auf 2,2 GHz, der andere "nur" auf 1,8 GHz. Dem Chip zur Seite stehen wahlweise 4 GB RAM und 64 GB Speicher oder 6 GB RAM und 128 GB Speicher zur Seite. Der interne Speicher ist mittels microSD-Karte um bis zu 256 GB erweiterbar, aufgrund des Hybrid-Slots muss dafür allerdings auf den Einsatz einer zweiten SIM-Karte verzichtet werden.

BQ Aquaris X2 | (c) Areamobile
Steuerung über Onscreen-Tasten

Zur weiteren Hardware-Ausstattung des BQ Aquaris X2 Pro gehören Bluetooth 5.0, mit Unterstützung von Qualcomms aptX Audio-Codec, NFC, Dual-Band WLAN b/g/n/ac im 2,4- und 5-Ghz-Band sowie GPS, Galileo und Glonass zur Standortbestimmung. Das integrierte LTE-Modem (X12) liefert LTE-Unterstützung mit bis zu 300 MBit und Down- und 125 MBit um Upstream (Cat-6).

BQ Aquaris X2 | (c) Areamobile
Fingerabdrucksensor

Der im 14nm-Verfahren gefertigte Qualcomm-Chip der oberen Mittelklasse bietet BQ zufolge 67 Prozent mehr Leistung und arbeitet 30 Prozent energieeffizienter als der Snadragon 626 im Vorgänger. Beim ersten Ausprobieren liefert das mit unangetastetem Android-Betriebssystem eine gute Performance ab. Ruckler oder Bedenkzeit beim Öffnen von Apps waren nicht auszumachen. Selbst aufwändige 3D-Spiele laufen hier erfahrungsgemäß absolut flüssig, im späteren Test werden wir das aber noch einmal verifizieren.

Audio: Stereo-Lautsprecher

Mit den Stereo-Lautsprecher bietet BQ beim Aquaris X2 Pro ein Feature, das nur äußerst selten in der Mittelklasse anzutreffen ist. Diese erreichen dem Hersteller zufolge dank der Qualcomm Aqstic mit zwei Verstärkern bis zu 9 Watt. Beim Ausprobieren lieferten die Lautsprecher in der Tat einen satten Sound, ohne bei maximaler Lautstärke zu übersteuern. Genaue Feinheiten waren im Event-Getummel aber nicht auszumachen. Da müssen wir im Test genauer hinhören. Kopfhörer mit klassischer 3,5-Millimeter-Klinke lassen sich beim BQ-Smartphone auf der Unterseite mit dem Gerät verbinden. Hier hat der Hersteller vor Allem an der Reduzierung der Lautstärkeverzerrung gearbeitet. Diese soll bei rund 0,002 Prozent liegen.

BQ Aquaris X2 | (c) Areamobile
Die Lautsprecher der Aquaris-X2-Modelle sind recht stark

Wichtig sei BQ auch die Implementierung eines FM Radios gewesen, welches mittlerweile ein Großteil der Smartphone-Hersteller von der Feature-Liste streicht. Grund für den Wegfall bei der Konkurrenz soll der technische Aufwand sein, der mit einer zufriedenstellenden Lösung und gutem Empfang über die als Wurfantenne dienenden Kopfhörer einhergeht. Apropos Kopfhörer: Dem Smartphone liegt kein Headset bei, was gerade in Bezug auf das eingebaute Radio unlogisch ist.

Android 8.1 Oreo mit sehr dezenten Anpassungen

Als Teil des Android-One-Programms lässt BQ ist die Android-Oberfläche auf dem Aquaris X2 Pro nahezu unangetastet. Wie üblich stammt hier die Kamera-App vom Hersteller selbst und im Betriebssystem nicht nativ vorhandene Funktionen wurden nahtlos in die Einstellungen integriert. Mangels kapazitiver Tasten unterhalb des Displays ist zudem der Einsatz der üblichen Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand im Vergleich zum Vorgänger neu. Des Weiteren verspricht BQ, dass das mit Android 8.1 Oreo ausgelieferte Aquaris X2 Pro noch zwei Major- bzw. sogenannte Letter-Updates bekommen werden. Damit wird das Gerät noch ein Upgrade auf Android P (9) und Android Q (10) erhalten. Zudem liefert der Hersteller monatlich Sicherheitsupdates für das Smartphone aus.

BQ Aquaris X2 | (c) Areamobile
Android 8.1 Oreo

Auf dem Vorstellungs-Event brüstet sich Ravin Dhalani, Chief Technology Officer und Mitbegründer von BQ, außerdem damit: Das Unternehme habe jedes seit 2015 erschienene Modell nach aktuellem Stand mit Updates auf zwei große Android-Version versorgt. Trotz des kleinen Teams von gerade einmal etwas über 200 Mitarbeitern möchte man auch weiterhin schnelle und stabile Updates liefern.

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