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OnePlus 6 Test: Pures Performance-Biest

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Weg vom Metall-Unibody-Gehäuse, hin zum Glas-Sandwich mit Metallrahmen: Das hat sich wie viele andere Hersteller in diesem Jahr auch OnePlus gedacht. Daher spendiert der chinesische Hersteller dem OnePlus 6 eine Rückseite aus Corning Gorilla Glass 5, das an den Längsseiten ähnlich dem Samsung Galaxy S9 leicht gewölbt ist. Zunächst besonders schick sieht das durch die Spiegelungen bei der uns vorliegenden Farbvariante "Mirror Black" aus. Der Keramik-artige Look erinnert an das Xiaomi Mi Mix 2S. Leider zieht es auch genauso schnell Fingerabdrücke an, weshalb das Smartphone schnell schmuddelig wirkt.

OnePlus 6 | (c) Areamobile
Frisch aus der Verpackung gepellt, ist das OnePlus 6 besonders schick

Ebenfalls auf der Rückseite des OnePlus 6 ist eine Dual-Kamera zu finden. Die ist anders als beim OnePlus 5T nicht in die linke obere Ecke gequetscht, sondern mittig im oberen Drittel untergebracht. Beide Sensoren sind vertikal angeordnet und in einem Modul zusammengefasst, das etwas weniger als einen Millimeter aus dem Gehäuse heraussteht. Eingefasst ist das mit einer dünnen Diamantschliffkante, die leicht über das Abdeckglas heraussteht und so vor dem Zerkratzen schützt. Leider bildet der Überstand auch etwas zu scharf geratene Kanten.

OnePlus 6 | (c) Areamobile
Made and Designed in China by OnePlus

Zudem zieht der Bereich um die Stelle, wo der Metalleinsatz auf das Corning Gorilla Glass 5 aufgesetzt ist, übermäßig schnell Staub und Hautpartikel an. Selbst direkt nach dem Putzen ist das Smartphone nach dem erneuten Herausziehen aus der Hosentasche schnell wieder voll davon. Auch zeigt sich an dem Glas um die Einfassung eine leichte Wellung. Die ist allerdings nur bei genauer Betrachtung zu erkennen und wirkt nicht störend.

Unter der Dual-Kamera des OnePlus 6 sind Dual-LED-Blitz und der Fingerabdrucksensor platziert. Der biometrische Sensor des neuen OnePlus-Smartphones hat eine ovale Form, beim Vorgänger war diese noch rund. Durch die ebenfalls etwas geringere Einlass-Tiefe als beim OnePlus 5T lässt er sich zudem nicht so leicht erfühlen. Immerhin ist er weit genug von der Kamera entfernt, um nicht andauernd versehentlich auf die Linse zu tatschen.

OnePlus 6 | (c) Areamobile
OnePlus 6

Auf der Vorderseite des OnePlus 6 fällt der Blick auf ein 6,28 Zoll großes Display im 19:9-Format, das damit noch einmal etwas größer als beim Vorgänger ist. Es ist zu den Längsseiten und der Stirn mit einem rund 3 Millimeter dicken Rand eingelassen. An der Unterseite fällt der Rand mit knapp 6 Millimetern doppelt so dick aus. Am oberen Ende befindet sich zudem eine Notch, die rund 5 Millimeter weit in das Display hineinragt, mit 2 Zentimetern aber schmaler als beispielsweise beim Apple iPhone X ausfällt. Dort sind auch die Hörmuschel, die 16-Megapixel-Frontkamera, eine mehrfarbige Benachrichtigungs-LED und Helligkeits- sowie Näherungssensor untergebracht.

OnePlus 6 | (c) Areamobile
Die Notch des OnePlus 6

Ein Metallrahmen trennt die Vorder- und Rückseite des OnePlus 6 voneinander. Sie ist beim schwarzen Modell schwarz-glänzend bzw. -matt und besitzt bei der weißen Ausführung ein rosé-goldenes Finish. Die Lautstärkewippe ist weiterhin auf der linken Seite zu finden, während der Benachrichtigungsschalter auf die rechte Seite gewandert ist. Dort nimmt er oberhalb der Power-Buttons seinen Platz ein. Alle Knöpfe bieten einen knackigen Druckpunkt, und der Alert-Slider lässt sich durch seine Oberflächenstruktur gut vom Standby-Schalter unterscheiden.

OnePlus 6 | (c) Areamobile
Der Alter-Slider des OnePlus 6 ist wieder leicht geriffelt

Das OnePlus 6 schmiegt sich mit seinem abgerundeten Rahmen angenehm an die Handinnenfläche an. Dazu trägt auch der nach hinten leicht angewinkelte untere Rand bei, mit dem das Smartphone gut auf dem kleinen Finger aufliegt. Dort befindliche Öffnungen für Lautsprecher, USB-C-Stecker und 3,5-Millimeter-Klinke sind abgerundet und weisen im Gegensatz zum Vorgänger keine scharfen Kanten auf. Ohnehin ist das OnePlus 6 - abgesehen von den erwähnten scharfen Kanten der Dual-Kamera - hervorragend verarbeitet.

Einhandbedienung mit Risiko

Die Einhandbedienung des OnePlus 6 fällt durch das im Vergleich zum Vorgänger noch einmal größere Display schwer bis unmöglich. Die entfernte Ecke des Bildschirms lässt sich selbst nach dem Umgreifen nur schwer mit dem Daumen erreichen. Hinzu kommt, dass die Glasrückseite des Smartphones zwar weniger rutschig als das Metall des OnePlus 5T ist, aber trotzdem zu rutschig, um das Smartphone Fall bedenkenlos und auch etwas wackelig auf den Fingern auszubalancieren.

OnePlus 6 | (c) Areamobile
Mit einer Hand lässt sich das OnePlus 6 nur schwer bedienen

Apropos: Auf dem Tisch liegend wird das Smartphone durch die zentrale Kamera bei der Bedienung schnell zum Wackeldackel. Das macht sich natürlich vor allen Dingen beim Antippen von Inhalten an den Längsseiten des Displays bemerkbar.

OnePlus 6 im Display-Test

Im Vergleich zum Vorgänger lässt OnePlus das Display des aktuellen Modells noch weiter anwachsen. So hat das OnePlus 6 ein 6,28 Zoll großes AMOLED-Display im 19:9-Format mit einer Auflösung von 2.280 x 1.080 Pixel (FHD+), was einer Bildschärfe von 402 Pixel pro Zoll entspricht. Für unsere Displaytests haben wir den Bildschirm in den Standard-Einstellungen belassen. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, die Farbtemperatur der Anzeige in den Einstellungen individuell anzupassen. Hier kann die Farbtemperatur frei gewählt oder in den sRGB, DCI-P3 oder sogenannten adaptiven Modus geschaltet werden.

OP6 Displaytest | (c) Areamobile
Die Abdeckung ist AMOLED-typisch größer als der RGB-Farbraum

Das Display des OnePlus 6 punktet im Test AMOLED-typisch mit tiefem Schwarzwert, leuchtenden Farben und einer hervorragenden Blickwinkelstabilität. Im manuellen Modus ergibt sich dabei eine maximale Helligkeit von 460 cd/m². Diese wird im automatische Modus noch einmal etwas nach oben geschraubt und sorgt zusammen mit Kontrastveränderungen bei direkter Sonneneinstrahlung für eine weiterhin gute Ablesbarkeit.

Der dargestellte Farbbereich ist im Standardmodus größer als der RGB-Farbraum. Entsprechende Abweichungen gibt es bei den Delta-E-Werten, mit denen die Abweichung bei der Darstellung von Farbwerten und der Grautreppe gemessen wird. So liegt der Wert bei 13,56 Delta E für die Grautreppe und 9,71 Delta E für Farbwerte. Die leicht abweichende Farbdarstellung ist aber kein schwerwiegender Makel und ohne direkten Vergleich mit bloßem Auge nicht erkennbar.

OP6 Displaytest | (c) Areamobile
Messwerte für die Grautreppe des OnePlus 6
OP6 Displaytest | (c) Areamobile
Messwerte für die Primär- und Sekundärfarben des OnePlus 6

Einen Alway-On-Modus hat das OnePlus 6 nicht, stattdessen die Fuktion Inaktivitätsdisplay: Wird das Gerät in die Hand genommen oder trifft eine Benachrichtigung ein, wird das Display automatisch aktiviert und die Nachricht zusammen mit der Uhrzeit in weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund angezeigt. Zudem besteht die Möglichkeit, das Smartphone durch zweimaliges Tippen auf den Bildschirm aufzuwecken. Der auf Wunsch automatisch zu bestimmten Zeiten aktivierbare Nachtmodus filtert wieder blaue Farben aus der Anzeige, was das Einschlafen nach der Smartphone-Nutzung erleichtern soll.

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Kommentare
  1. 28.05.18 12:27 cryx (Newcomer)

    Ok, danke dafür!

    Ich besitze das Gerät seit letzter Woche und hatte bisher keine Probleme. Allerdings habe ich die Videofunktion nur relativ selten genutzt.

  2. 25.05.18 15:29 Christopher Gabbert (areamobile.de)
    @cryx

    Wir haben das OnePlus 6 mit Oxygen OS 5.1.0 erhalten, drei Software-Updates aufgespielt und mit Oxygen OS 5.1.3 getestet.
    Aktuell ist ein Update auf 5.1.5 verfügbar, das wir in Kürze auf die genannten Fehler erneut prüfen werden.

    Update: Auch mit dem neuesten Update treten die Kamera-Fehler weiter auf. Diese machen sich besonders beim Wechsel von weit entfernten zu sehr nahen Objekten bemerkbar. Der Entfernungsunterschied in dem von dir genannten Video fällt wohl zu gering aus. Deutlicher sieht man es im Vergleichs-Video mit dem Galaxy S9 Plus von Safwan.

  3. 23.05.18 20:02 cryx (Newcomer)

    Seid ihr euch sicher das die Kamera bis zum release nicht mit updates verbessert wurde? Ich meine im offiziellen subreddit und bei mindestens einen Test gelesen zu haben das es seit release mehrere Softwareaktualisierungen gab.

    Zum Beispiel traten bei diesen Tester: https://www.youtube.com/user/SuperSafTV in einem Vergleichsvideo zum S9+ die gleichen Autofocus Probleme wie bei euch auf. Im aktuellen Video, dass das OP6 mit dem iPhone X vergleich sind diese jedoch nicht mehr vorhanden.

  4. 22.05.18 15:03 Oannes (Advanced Member)

    Es war einmal ...

    ... ein charmantes Smartphone in Sandstein-Schwarz. Es war anders als die anderen. Es hatte CM serienmäßig, ohne Bastelei am OS. Es war zum fairen Preis zu bekommen.

    Es war einmal ein OnePlus One.


    Die inneren Qualitäten des OP 6 kann ich nicht beurteilen.

    Das Äußere jedoch ist ... ääähhh ... Geschmacksache, in erster Linie.

    Speckschwartendesign und Notch. Für mich ein Graus. Oh, weh!

  5. 22.05.18 14:57 Christopher Gabbert (areamobile.de)
    @TheXD305

    Da mir in der Tat ein Fehler unterlaufen. Vorne befindet sich ein 16-Megapixel-Sensor, alle weiteren Angaben sind derweil korrekt gemacht worden. Habe den Fehler umgehend korrigiert.

    Warum die Kamera von anderen Testern gelobt wird, kann ich dir nicht erklären. Wir haben, abgesehen von der Frontkamera, keine Besserung gegenüber dem Vorgänger festgestellt.

  6. 22.05.18 14:50 TheXD305
    Kamera (Edit)

    Ich frage mich, wieso die Kamera bei vielen Testern (siehe bspw. Youtube) gelobt wird und als ein gutes Stück besser als die des 5T beschrieben wird und das bei euch nicht der Fall ist?
    Allerdings soll die Audioqualität der Videos leider nicht so toll sein (wie auch beim Xiaomi Mi Mix 2s)

    Ich hatte nämlich das Mi Mix 2S und das Oneplus 6 auf meiner Liste.

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